Im Falle einer Versicherungspleite

Eiopa fordert einheitlichen Insolvenzschutz

Die europäische Versicherungsaufsichtsbehörde Eiopa setzt sich derzeit für einen einheitlichen Insolvenzschutz von Versicherern ein. Dafür hat sie ein Diskussionspapier veröffentlicht. Die Branche kann sich bis Ende Oktober dazu äußern.
© dpa/picture alliance
Eiopa hat ihren Sitz im Westhafen-Tower in Frankfurt am Main: Die EU-Versicherungsaufsicht will den Insolvenzschutz innerhalb Europas vereinheitlichen.

Innerhalb Europas gibt es bisher sehr unterschiedliche Lösungen für den Fall, dass ein Versicherungsunternehmen in die Insolvenz rutscht. Das will die EU-Versicherungsaufsicht Eiopa nun ändern.

Kürzlich veröffentlichte Eiopa ein englischsprachiges Diskussionspapier zu dem Thema und ruft die Branche dazu auf, sich zu dem Vorschlag zu äußern. Die Frist läuft bis zum 26. Oktober. Danach will sich Eiopa die Pläne für einen einheitlichen Insolvenzschutz von Versicherern konkretisieren.

Dafür zieht die Behörde drei Lösungswege in Erwägung:

Der erste Weg sieht vor, den Status quo zu behalten. Der zweite Weg ist Eiopa zufolge die Errichtung einer europaweiten, einheitlichen Schutz- und Auffangeinrichtung für die Assekuranz. Am ehesten sympathisiert Eiopa allerdings mit einem Mittelweg aus verschiedenen Schutzmaßnahmen. Dies nennt sie in ihrem Papier „Mindest-Harmonisierung“.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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