Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
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Künstliche Intelligenz (KI) hat in vielen Berufen die Tür zu einer neuen Ära geöffnet – insbesondere dort, wo Wissen, Erfahrung und Vertrauen zusammenkommen. In kaum einem Bereich wird diese Entwicklung so intensiv beobachtet wie in der Medizin.
Radiologinnen, Kardiologen, Notärzte – sie alle erleben, wie KI-Systeme immer präziser Diagnosen stellen, Röntgenbilder auswerten oder Symptome analysieren. Manche Schlagzeilen klingen spektakulär: „KI diagnostiziert besser als der Arzt“. Doch die zentrale Frage lautet nicht, ob KI Ärztinnen und Ärzte ersetzt, sondern wie sie deren Arbeit verändert.
Und genau hier liegt die Parallele zu einem anderen beratenden Beruf: den unabhängigen Finanzberaterinnen und Finanzberatern. Auch sie arbeiten zunehmend mit datengetriebenen Systemen, Analyse-Tools oder KI-gestützten Beratungsprozessen. Und auch für sie gilt: KI kann unterstützen – aber nicht ersetzen.
Wie leistungsfähig KI bereits ist, zeigen beeindruckende Beispiele. In einer Studie der Annals of Emergency Medicine stellte ChatGPT 2023 in 97 Prozent der untersuchten Fälle die richtige Notfalldiagnose – besser als die befragten Ärzte, die auf 87 Prozent kamen. In einer anderen Untersuchung wertete eine KI Herzultraschall-Bilder aus und benötigte dabei deutlich weniger Korrekturen als menschliche Fachkräfte. Die Fehlerquote der KI lag bei 16,8 Prozent, bei den Menschen bei 27,2 Prozent.
Solche Ergebnisse erklären, warum die Euphorie groß ist. Sogar die US-amerikanische Zulassungsprüfung für Ärzte, ein überaus anspruchsvoller Test, wurde inzwischen von mehreren KI-Modellen bestanden.
Auch spektakuläre Einzelfälle verdeutlichen das Potenzial: In den USA diagnostizierte ChatGPT im Jahr 2023 bei einem vierjährigen Jungen ein seltenes Rückenmarkssyndrom, nachdem 17 Ärztinnen und Ärzte zuvor jahrelang keine Ursache gefunden hatten. Wir dürfen davon ausgehen, dass die heutigen Ergebnisse noch weit spektakulärer wären.
Solche Erfolge zeigen: KI ist nicht Zukunft, sondern Gegenwart. Doch sie beweisen ebenso, dass der Mensch die entscheidende letzte Instanz bleibt. Denn kein Algorithmus entschied, wie das Kind weiterbehandelt wird, welche Operation nötig ist oder wie die Eltern aufgeklärt werden. Diese Verantwortung liegt weiterhin beim Arzt.
Die Bundesärztekammer hat im Frühjahr 2025 klargestellt: KI kann das ärztliche Handeln unterstützen, aber nicht übernehmen. Diagnose und Therapie bleiben menschliche Entscheidungen. Ärzte müssen die Plausibilität jeder KI-Empfehlung prüfen und für die Folgen einstehen.
Der Grund liegt auf der Hand: Medizin ist mehr als Datenverarbeitung. Sie ist Beziehung, Empathie, Einordnung. Ärzte deuten Symptome, stellen Rückfragen, erkennen Zwischentöne, wägen Werte ab. KI mag Muster erkennen – aber sie versteht keine Menschen. Oder, wie es der amerikanische Kardiologe und KI-Forscher David Ouyang formulierte:
KI wird Ärzte nicht ersetzen. Aber Ärzte, die KI nutzen, werden jene ersetzen, die es nicht tun.
Genau darin liegt der Kern der aktuellen Entwicklung: Die Arbeit verändert sich, aber sie verschwindet nicht. Ärzte werden zu Experten, die mit der KI zusammenarbeiten – nicht gegen sie. Medizin lebt vom Vertrauen.
Patientinnen und Patienten folgen Empfehlungen nicht nur, weil sie logisch sind, sondern weil sie nachvollziehbar erklärt werden, weil sie sich verstanden fühlen. Oder auch aus einem tiefen Vertrauen in den Menschen, der ihm gegenübersitzt. Genau diese Brücke zwischen Fachwissen und Lebensrealität kann keine KI schlagen.
Finanzberaterinnen und -berater stehen heute vor einer ähnlichen Entwicklung wie die Medizin. KI-gestützte Tools analysieren Portfolios, berechnen Risiken oder erstellen Anlagevorschläge. Robo-Advisor bieten standardisierte Lösungen in Sekundenschnelle. Doch auch hier gilt: KI kann rechnen, aber nicht verstehen.
Ein Algorithmus weiß nicht, ob ein Kunde schlaflose Nächte wegen Marktschwankungen hat. Er spürt keine Lebensveränderung, wenn aus „Vermögensaufbau“ plötzlich „Altersabsicherung“ wird. Er kann Wahrscheinlichkeiten berechnen – aber nicht zuhören. Genau das bleibt Aufgabe der unabhängigen Beraterinnen und Berater. Sie sind die Übersetzer zwischen komplexen Märkten und realen Lebenssituationen. Sie erkennen, wann eine Empfehlung fachlich richtig, aber menschlich falsch wäre.
KI kann die Datenlage verbessern, Prozesse beschleunigen, Dokumentation vereinfachen – doch der Kern des Berufs bleibt menschlich: Vertrauen aufbauen, Verantwortung übernehmen, Entscheidungen erklären. Der Wandel betrifft daher weniger das Ob, sondern das Wie.
Wie in der Medizin werden sich auch in der Finanzberatung die Rollen verschieben: Weg vom reinen Informationsvermittler hin zum Beziehungsmanager, Coach und Navigator. KI kann Daten liefern, Prognosen errechnen und Standardlösungen vorschlagen. Doch sie kann nicht bewerten, welcher Weg für eine bestimmte Person sinnvoll ist – angesichts ihrer Ziele, ihrer Lebenssituation, ihrer Haltung zu Risiko oder Nachhaltigkeit.
Die Zukunft gehört den Beraterinnen und Beratern, die KI als Werkzeug begreifen, nicht als Konkurrenz. Sie werden schneller, effizienter und können ihre menschlichen Stärken gezielter einsetzen. Wer das nicht tut, riskiert, wie ein Arzt ohne Diagnosehilfe zu arbeiten: mit weniger Zeit, geringerer Präzision – und damit weniger Nutzen für die Kundinnen und Kunden.
Ob in der Medizin oder in der Finanzberatung: KI ist kein Feind, sondern ein Werkzeug. Sie verändert die Art, wie wir arbeiten, nicht aber den Sinn unserer Arbeit. Ärzte werden zu Koordinatoren von Wissen. Finanzberater werden zu Strategen für Lebensentscheidungen. Beide Berufe behalten ihr Fundament: persönliche Verantwortung, ethische Orientierung und Vertrauen. Und in beiden Fällen gilt: KI ersetzt keine Empathie. Sie braucht sie.
Der Arzt, der eine schwierige Diagnose vermittelt, und die Beraterin, die eine Anlagestrategie erklärt, stehen vor derselben Herausforderung: Komplexe Informationen in menschliche Entscheidungen zu übersetzen. KI kann helfen, sie kann vorbereiten, sie kann entlasten – aber sie braucht jemanden, der sie führt.
Künstliche Intelligenz wird Ärzte nicht ersetzen – und sie wird auch Finanzberater nicht überflüssig machen. Aber sie wird die Arbeit verändern. Diejenigen, die lernen, KI verantwortungsvoll einzusetzen, werden ihre Berufe prägen. Diejenigen, die sich ihr verschließen, riskieren, von ihr überholt zu werden.
Das gilt in der Medizin genauso wie in der unabhängigen Finanzdienstleistung. Denn beides sind Vertrauensberufe. Und Vertrauen entsteht nicht durch Algorithmen, sondern durch Menschen.
Schlussgedanke: Die Medizin zeigt, wie KI aus einer Bedrohung ein Werkzeug werden kann. Was Ärzte heute lernen, können unabhängige Vermittler morgen anwenden: KI ist kein Ersatz für den Menschen – sie ist sein Verstärker.
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