Viele haben Pläne und Träume für ihren Ruhestand. Wenn es aber um die finanzielle Planung geht, ist man schnell überfordert. Professionelle Ruhestandsplanung wird aufgrund steigender Lebenserwartung immer wichtiger.
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„Schickt die Riester-Rente in den Ruhestand!“ Zu diesem Fazit kommt die „Bürgerbewegung Finanzwende“ nach einer Auswertung von 65 Riester-Rentenversicherungen anhand der offiziellen Muster-Produktinformationsblätter.
Danach fließt bei einem durchschnittlichen Vertrag nahezu jeder vierte eingezahlte Euro in die Kosten. In der Spitze seien es sogar 38 von 100 Euro. Besonders teuer sind laut „Finanzwende“ vor allem jene Riester-Verträge, die höhere Ertragschancen in Aussicht stellten. Für die Altersvorsorge stehe dieses Geld nicht mehr zur Verfügung.
Die mögliche effektive Rendite der ausgewerteten Produkte liegt laut der Bürgerbewegung am Ende bei durchschnittlich 1,6 Prozent – und damit unterhalb der durchschnittlichen Inflationsrate der vergangenen 30 Jahre in Höhe von 1,8 Prozent.
Die „Bürgerbewegung Finanzwende“ räumt zwar ein, dass sich Riestern in Einzelfällen lohnen könne, weil etwa Verbraucher mit vielen Kindern hohe Zulagen erhielten. Am ineffizienten System ändere das aber nichts. „Das Konzept Riester-Rente“, heißt es auf der Website der Organisation, „erweist sich nach 18 langen Jahren und vielen erfolglosen Reformversuchen als nicht tragfähig. Viel zu viele der Produkte sind ineffizient. Das eigentliche Ziel – die Altersvorsorge der Bürger aufzubessern – wird so vielfach verfehlt.“
Die Bürgerbewegung fordert deshalb einen schnellen Systemwechsel und plädiert für „ein staatlich organisiertes Vorsorgeprodukt für alle Bürger, das sich an dem schwedischen Vorsorgefonds orientiert.“
Eine solche staatlich organisierte Altersversorgung ohne Gewinninteresse komme mit einem Bruchteil der Kosten aus, die Riester-Rentenversicherungen vereinnahmten. Viele Menschen hätten so Tausende Euro mehr im Alter zur Verfügung. Ein Sparer, der in den schwedischen Vorsorgefonds in dem Ausmaß einzahle wie in die untersuchten Versicherungspolicen, komme bei einer angenommenen Wertentwicklung von 5 Prozent im Jahr nach 30 Jahren auf eine um 16.600 Euro höhere Auszahlung.
„Das Kostenproblem bei Riester wird sich nicht wegreformieren lassen“, resümieren die Studienautoren. „Schließlich hatten die Versicherer angesichts sinkender Zinsen schon viel Zeit, um ihre Abschlusskosten zu senken.“
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Eine Antwort
Erstaunlicherweise hat die Zulassungs- und Zertifizierungsstelle Anbieter wie Volkswohlbund, DEVK, ERGO, AachenMünchener/Generali usw. zugelassen, die sich noch satt und dämlich an den Zulagenverdienen, (immer noch!) u.a. medial hat das Bafin das sogar noch im letzten Jahr festgestellt.
Verbraucherplattformen wie Finanztipp empfehlen Fondsprodukte, welche dann von der Bank verkauft werden. Wer erörtert denn mal die Versicherer mit den geringsten Kosten und dem Werkzeug, wo der Vermittler entscheiden kann, ob er seine Abschlußcourtage noch verringert oder Honorartarife verkauft?
Sehr dürftig, was sich da die Initiative leistet.