Beratungen in Brüssel

BVK sieht Kampf gegen Provisionsverbot in „kritischer Phase“

Aus Sicht des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) sind die Beratungen über ein EU-weites Provisionsverbot in eine „kritische Phase“ getreten. Das BVK-Präsidium ist deshalb am Donnerstag in Brüssel zusammengekommen, um „kurzfristig und unkompliziert mit den politischen Entscheidungsträgern zu sprechen“, so der Verband.
© picture alliance / Jochen Tack
Das Atomium in Brüssel: Eine ausgeklügelte und gut aufeinander abgestimmte Konstruktion benötigt der Vermittlerverband BVK für seine Gesprächsstrategie im Kampf gegen ein EU-weites Provisionsverbot.

EU-Finanzkommissarin Mairead McGuinness plant bekanntlich ein EU-weites Provisionsverbot in der Kleinanlegerberatung. Zwar liegen konkrete Vorschläge bislang noch nicht auf dem Tisch – das könnte sich aber schon bald ändern. „Der Stand der derzeitigen Beratungen tritt in eine kritische Phase ein“, kommentiert Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), die aktuelle Entwicklung.

Mehr zum Thema

„Der europäische Druck ist schon ziemlich groß“

Der oberste Versicherungsaufseher bei der Finanzaufsicht Bafin, Frank Grund, hat sich in einem Interview mit…

BVK fürchtet bei Provisionsverbot „Garaus“ für Vermittler

Nur noch 190.708 Versicherungsvermittler zählte das Vermittlerregister des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Stichtag…

BVK will EU-Entscheidungsträgern Provisionsverbot ausreden

Michael Heinz, Präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), gibt sich kämpferisch: „Wir wollen, dass ein…

Das Präsidium des BVK hat sich vor diesem Hintergrund am Donnerstag in Brüssel getroffen. Die Präsenz der Vermittlerverbandes vor Ort sei „unbedingt notwendig“, so Heinz. „Hier haben wir die Möglichkeit, kurzfristig und unkompliziert mit den politischen Entscheidungsträgern zu sprechen und sie von der Unsinnigkeit und Unverhältnismäßigkeit eines Provisionsverbotes persönlich zu überzeugen.“

BVK: Alle Vermittlerverbände Europas müssten zusammenstehen 

Gespräche sind demnach unter anderem mit dem Direktor des europäischen Dachverbandes der Vermittler BIPAR, Nic De Maesschalck, geplant. Mit ihm solle das weitere Vorgehen gegen ein Provisionsverbot beraten werden, wie BVK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Eichele erklärte. Alle Vermittlerverbände Europas müssten zusammenstehen und -gehen angesichts des „verheerenden, EU-weiten Angriff auf das Provisionssystem“, so der Appell Eicheles.

Der BVK sei entschieden gegen ein Provisionsverbot, weil es die Existenzgrundlage der Vermittlerschaft bedrohe, die Wahlfreiheit der Verbraucher einschränke und das gesamte System der Finanzanlagen und Absicherung in Frage stelle, fasste der Verband seine Position zusammen.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia