Altersvorsorge

Gesetzliche Rente rutscht im Verbrauchervertrauen weiter ab

Das Vertrauen der Deutschen in die der gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge sinkt. Die schlechtesten Noten, was Sicherheit und Verlässlichkeit angeht, bekommt die gesetzliche Rente. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA).
© picture alliance/Jörg Carstensen/dpa
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bei einem Pressetermin im November 2019 in Berlin: Diskussionen um eine Grundrente haben das Vertrauen in die gesetzliche Rente nicht stärken können.

Gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge rutschen immer weiter ab, wenn es darum geht, wie die Bundesbürger ihre Sicherheit und Verlässlichkeit einschätzen. Jedes Jahr fragt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) Verbraucher, welche Note sie den Systemen ausstellen – die Skala reicht dabei von 0 (schlechtester Wert) bis 10 (bester Wert).

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Für das Jahr 2019 kam die gesetzliche Rente im Schnitt auf eine Note von 3,9 (2018: 4,2, 2017: 5,7). Die betriebliche Altersversorgung (bAV) und die private Altersvorsorge schneiden mit 4,8 beziehungsweise 4,7 deutlich besser ab. Hier war der Vertrauensverlust in den beiden vergangenen Jahren nicht so hoch wie bei der gesetzlichen Rente.

Von den 1.007 Befragten gehen fast zwei Drittel davon aus, dass sie im Alter ihren Lebensstandard werden senken müssen. Ein Anreiz, jetzt mehr für die Rente vorzusorgen, ist das aber anscheinend nicht. So meinen nur 30 Prozent, dass sie angesichts aller bislang erworbenen Rentenansprüche ausreichend vorgesorgt haben. Rund 70 Prozent schätzen ihre Vorsorge als unzureichend ein. Aber nur knapp die Hälfte davon plant in den kommenden zwölf Monaten einen Ausbau der Altersvorsorge.

Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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