Altersvorsorge

Ein Drittel der jüngeren Best Ager haben Angst vor Altersarmut

Bei Menschen um die 50 rückt der Ruhestand langsam näher – und damit für viele auch die Sorge, ob das Geld zum Leben reichen wird. 34 Prozent der Menschen zwischen 50 und 54 Jahren haben Angst vor Altersarmut, zeigt eine Studie. Welcher Faktor diese Angst drückt, lesen Sie hier.
© Prostooleh/Freepikcom
Sich im höheren Alter noch Lebensträume erfüllen? Das wünsche sich viele Deutsche. Nicht immer spielt das Portemonnaie dabei mit.

Freuen sich die Deutschen auf ihre Rente? Durchaus. So empfinden 47 Prozent der Bürger ab 50 Jahren den Ruhestand als Belohnung für jahrzehntelanges Arbeiten. 27 Prozent freuen sich darauf, mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen und sich Lebensträume erfüllen zu können. Und mehr als jeder fünfte Best Ager möchte die gewonnene Zeit für andere Aufgaben, zum Beispiel ein Ehrenamt, nutzen.

Das sind Ergebnisse einer Studie des Teilverkauf-Anbieters Engel & Völkers (EV) Liquid Home, für die 1.500 Menschen im Alter ab 50 Jahren befragt wurden.

Es gibt aber nicht nur positive Gedanken rund um die Rente. „Viele Menschen, die kurz vor oder bereits im Ruhestand sind, machen sich Gedanken um ihre finanzielle Situation“, sagt Christian Kuppig, Geschäftsführer der EV Liquid Home GmbH.

Angst vor Altersarmut

Je jünger die Befragten, desto größer ist dabei die Sorge vor finanziellen Engpässen im Alter. So geben 34 Prozent der Menschen im Alter von 50 bis 54 Jahren an, Angst vor Altersarmut zu haben – bei den über 70-Jährigen sind es 12 Prozent. Auch der Familienstand spielt eine Rolle: Von den befragten ledigen Personen sagen 35 Prozent, dass sie sich vor Armut im Alter fürchten. Bei den Verheirateten sind es mit 17 Prozent nur halb so viele.

„Ein wesentlicher Faktor, ob Menschen im Alter finanzielle Sorgen haben oder nicht, ist der Besitz von Immobilieneigentum“, erklärt Kuppig. So haben zwar 29 Prozent der Mieter Angst vor Altersarmut, aber nur 14 Prozent der Eigentümer. Dass der Ruhestand zwar schön, das Geld dann aber knapper sei, geben 53 Prozent ohne Wohneigentum an. Bei den Menschen mit Eigenheim sind es nur 39 Prozent.

Quelle: Engel & Völkers LiquidHome

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Autorin

Karen

Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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