In Deutschland gab es 2022 deutlich mehr Unfälle mit E-Rollern und Personenschaden als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, krachte es 8.260 Mal – das ist ein Zuwachs um 49 Prozent. Zwei Drittel dieser Unfälle wiederum geschahen in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern.
Auch die Zahl der Todesopfer stieg. Kamen 2021 noch fünf Menschen bei einem E-Roller-Unfall ums Leben, waren es im vergangenen Jahr elf. Schwer verletzt wurden 1.234 Menschen und leicht verletzt 7.651. Dabei waren 80 Prozent der Verunglückten selbst mit einem auch E-Scooter genannten Roller unterwegs. Auch auf zehn der elf Getöteten trifft das zu.
Und die Ursachen? Sind oft nicht eindeutig festzustellen. Laut Polizeiberichten hatten in 8.497 Fällen die E-Scooter-Fahrer etwas falsch gemacht. 19 Prozent von ihnen hatten Fahrbahn oder Gehweg falsch benutzt (auf Gehwegen zu fahren, ist nicht erlaubt). In 18 Prozent der Fälle hatten die Fahrer Alkohol getrunken, und 7 Prozent fuhren zu schnell.

Was aber zu denken gibt: Mehr als jeden dritten Unfall (36 Prozent) haben die E-Scooter-Fahrer ganz allein gebaut – also ohne, dass jemand anderes beteiligt war. Auch fünf der zehn gestorbenen E-Scooter-Fahrer kamen bei so einem Alleinunfall ums Leben. 37 Prozent hingegen stießen mit einem Auto zusammen.
Bei all diesen Zahlen muss man jedoch einräumen, dass E-Roller-Unfälle bisher lediglich einen kleinen Teil des deutschen Unfallgeschehens ausmachen. So registrierte die Polizei im vergangenen Jahr rund 288.000 Unfälle mit Personenschäden, davon waren an 97.000 Unfällen Fahrradfahrer beteiligt.
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