Marktprognose 2017

Höhere Risiken für Top-Manager

Manager müssen Einsatz zeigen und auch mal etwas wagen. Wer dabei ohne passenden Versicherungsschutz unterwegs ist, geht heutzutage ein großes Risiko ein, heißt es in der Marktprognose 2017 des Versicherungsmaklers Aon.
© dpa/picture alliance
Ex-VW-Chef Martin Winterkorn: Manager sollten sich im Jahr 2017 warm anziehen – auch in Sachen Versicherungsschutz.

Top-Manager kommen aus den Medien gar nicht mehr heraus – allen voran Ex-VW-Chef Martin Winterkorn (wir berichteten). Und die Aussichten für dieses Jahr sind nicht wirklich rosig. Das zumindest ist das Fazit  der Marktprognose 2017 des Versicherungsmaklers Aon.

„Das Problem ist, dass Schäden, die den Managern durch ihre Tätigkeit oder Untätigkeit angelastet werden, meistens aus Verstößen gegen Pflichten resultieren, die sehr pauschal formuliert und nur schwer einzuhalten sind: Compliance, Sorgfalt bei unternehmerischen Entscheidungen oder Überwachungs- und Kontrollpflichten“, sagt Hartmuth Kremer-Jensen, Mitglied der Geschäftsführung bei Aon in Deutschland.

Aber auch neue Risiken im Cyber-Bereich kommen nun dazu: Manager seien jetzt dazu verpflichtet, in diesem Bereich ein spezifisches Risikomanagement zu betreiben. „Generell werden die Anforderungen an die Manager aus den Bereichen Datenschutz-, Kapitalmarkt-, Kartell- und IT-Recht immer höher. Dadurch steigen die Risiken für Bußgelder, Gewinnabschöpfungen, Reputationsschäden und behördliche Verfahren“, so Kremer-Jensen.

In Deutschland können die Menschen Ansprüche gegen Unternehmen bündeln und gegen sie vorgehen. Ein bekanntes Beispiel für das große Risiko ist vor allem der VW-Emissionsskandal. Nach Angaben des Gerichts summierten sich hier Klagen auf eine Höhe von rund 4 Milliarden Euro.

Hinzu kommt eine Zunahme von Prozess-Finanzierern, die auch ohne gerichtliche Klagen hohen Druck auf Unternehmen aufbauen können. Die Lage in Deutschland sei mittlerweile ähnlich wie die im Manager-Hochrisikoland USA. „2017 wird daher ein Testjahr für die Qualität der bestehenden Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen der Manager“, so Kremer-Jensen.

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