Ein kleines Virus hält die Welt seit Monaten in Atem. Das neue Corona-Virus legt nicht nur in Deutschland das öffentliche und private Leben sowie die Wirtschaft lahm. Veranstaltungen fallen aus, Museen, Restaurants und Cafés wurden geschlossen und die Menschen aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings hätten normalerweise die Menschen in die Biergärten, an die Strände und auf die öffentlichen Plätze gelockt. Stattdessen: gähnende Leere auf Deutschlands Straßen, Plätzen und in den Parks.
Auch die Regierungen sehen sich Mammutaufgaben gegenüber. Neben den rigiden Reiseverboten, Kontaktbeschränkungen zwischen Familien und Freunden und den verfügten Geschäftsschließungen gilt es, insbesondere die finanziellen Auswirkungen auf die vielen kleinen und mittelständischen Betriebe abzufedern. Ganze Branchen, allen voran die Hotel- und Gaststättengewerbe sowie zahlreiche Einzelhändler in den Städten, stehen vor dem finanziellen Ruin. Laufen doch die Kosten für Miete, Pacht, Gehälter und Kredite weiter, ohne dass Einnahmen generiert werden können.
Tatsächlich verdeutlicht diese Situation, wie wichtig ein passender Versicherungsschutz für Gewerbetreibende ist. Pfefferminzia hat im März Makler dazu befragt, was ihnen beim Thema Gewerbeversicherung wichtig ist. Die Umfrage lief allerdings, bevor das Corona-Virus in seiner Vehemenz um sich griff. Die Ergebnisse beziehen daher die Pandemie und ihre Folgen nicht mit ein.
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Bei der Umfrage stellte sich heraus, dass rund vier von zehn Maklern und Vermittlern (43 Prozent) ein- bis dreimal im Monat eine Gewerbeversicherung verkaufen. Jeder Vierte ist dagegen wesentlich seltener in dem Bereich unterwegs: Ein- bis dreimal pro Jahr wird hier eine Police vermittelt. Allerdings geben rund 28 Prozent an, ein- bis dreimal pro Woche oder häufiger im Gewerbegeschäft aktiv zu sein.
Die überwiegende Mehrheit (59 Prozent) sagt, dass die Beratung vor dem Abschluss einer Gewerbeversicherung etwa ein bis zwei Stunden dauert. Etwas mehr als jeder Dritte (36 Prozent) nimmt sich mehr Zeit. Zwischen drei und sechs Stunden investieren diese Makler und Vermittler.
Um ihren Kunden adäquate Angebote machen zu können, wünschen sich die Befragten bei einigen Aufgaben die Hilfe der Versicherer. Insbesondere im Bereich der Risikoerfassung fänden 57 Prozent der Makler eine Unterstützung seitens der Anbieter hilfreich. Es werden „einfache und übersichtliche Risikoerfassungsbögen“ gewünscht oder auch „optimierte Unterlagen zur Risikoeinschätzung und -bewertung“. Andere Makler äußern den Wunsch nach einem „kompakten Tool für Risikoerfassung, -analyse, Absicherungsempfehlung und gleichzeitiger Dokumentation mit Schnittstelle zur Ausschreibungsplattform oder dem Vergleichsrechner“.
Direkt hinter der Unterstützung bei der Risikoerfassung folgt mit 55 Prozent die Bedarfs- und Risikoanalyse, und auf Platz 3 wird mit 45 Prozent der Wunsch nach fachlicher Unterstützung genannt. Aber auch bei der Angebotserstellung (44 Prozent) und der Dokumentation (40 Prozent) wären die Vermittler einer helfenden Hand nicht abgetan.

Da die Digitalisierung in allen Lebensbereichen enorm voranschreitet und daher auch in die Versicherungswirtschaft zunehmend Einzug hält, schätzt die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) der Teilnehmer der Pfefferminzia-Umfrage eine digitale Unterstützung in der Firmenkundenberatung als „sehr wichtig“ und „wichtig“ ein. So sind Online-Rechner bei der Gesellschaft beispielsweise 55 Prozent der Umfrageteilnehmer wichtig. Das Ranking im Online-Vergleichsrechner finden 47 Prozent der Teilnehmer hilfreich. Manche Befragte wünschen sich auch einen „durchgängigen onlinefähigen Beratungs-, Abschluss- und Dokumentationsverlauf“ oder ein „Risikoanalysetool, abgestimmt auf Branchen und Gewerke“.
Bereits über die Hälfte (56 Prozent) der Makler nutzt einen Tarifrechner beziehungsweise das Maklerportal eines Versicherers. Knapp jeder Dritte (32 Prozent) greift auf das Angebot von Gewerbeversicherung24 als Marke von Thinksurance zurück. Den Plattform-Anbieter Thinksurance selbst setzt knapp jeder Fünfte (19 Prozent) ein. Es folgen VEMA mit 16 Prozent Nutzern, der Softfair Gewerbelotse mit 11 Prozent sowie bi:sure von Blau Direkt (7 Prozent) und Finanzchef24 (6 Prozent).
Darüber, was eine gute Gewerbeversicherung ausmacht, herrscht große Übereinstimmung bei den Umfrageteilnehmern. Das „gute Preis-Leistungs-Verhältnis“ wird hier am häufigsten genannt (83 Prozent). Es folgt mit 79 Prozent der Punkt des „guten Schadenservices“. „Spezialkonzepte für bestimmte Branchen“ geben 64 Prozent der Befragten an. Ein „modularer Aufbau mit hinzubuchbaren Leistungen“ halten 53 Prozent für wichtig. Aber auch eine „hohe Leistungsdichte“ (31 Prozent), „Assistance-Leistungen“ (20 Prozent) sowie „günstige Prämien“ (17 Prozent) werden als Kriterium für eine gute Gewerbeversicherung ausgemacht.
Den Unternehmern in Deutschland ist offenbar keine Versicherung so wichtig wie die Haftpflichtversicherung für ihren Betrieb. Die Teilnehmer der Pfefferminzia-Umfrage vermitteln die Betriebshaftpflicht mit 95 Prozent der Nennungen am häufigsten. Dahinter findet sich die Betriebsinhaltsversicherung mit 81 Prozent. Bei etwas mehr als der Hälfte (58 Prozent) der vermittelten Policen handelt es sich um die gewerbliche Gebäudeversicherung.
Jeder dritte Umfrageteilnehmer gibt zudem an, dass die Kunden eine gewerbliche Rechtsschutz- sowie eine Kfz-Flottenversicherung abschließen. 31 Prozent sichern eventuell auftretende Vermögensschäden über eine entsprechende Police ab.

Als die drei Hauptzielgruppen bei den freien Berufen, für die diese Vermögensschadenhaftpflichtversicherung besonders ratsam ist, geben die Umfrageteilnehmer Arzt und Zahnarzt (54 Prozent), Physiotherapeut (42 Prozent) sowie Heilpraktiker (40 Prozent) an. Anwälte und Steuerberater werden mit jeweils knapp einem Drittel genannt. Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer und Immobilienmakler liegen bei jeweils rund 20 Prozent.
Im Bereich des Handwerks vermitteln die Umfrageteilnehmer vor allem an Installateure und Heizungsbauer (54 Prozent). Zweitgrößte Gruppe sind die Zimmerleute und Dachdecker mit 47 Prozent. Dahinter liegen die Tischler (42 Prozent). Maler und Lackierer werden mit 41 Prozent genannt, Maurer sowie Friseure jeweils mit 39 Prozent und Elektrotechniker mit 37 Prozent.
Allerdings insbesondere bei Mischbetrieben, etwa dem Maler, der auch Trockenbauarbeiten übernimmt, sehen die Umfrageteilnehmer einen „sehr hohen“ oder „hohen“ Aufwand in der Beratung zur Absicherung des Unternehmens. 83 Prozent vertreten diese Meinung. Gleichzeitig beurteilen vier von zehn Teilnehmern das am Markt erhältliche Angebot in diesem Bereich als „weniger gut“. Immerhin jeder Zweite ist damit zufrieden.
Obwohl den Maklern selbst in ihrem Alltag die Digitalisierung wichtig ist, hat sich bislang eine Versicherung gegen die Auswirkungen einer Cyber-Attacke bei den Gewerbekunden noch nicht durchgesetzt. Während knapp ein Drittel (31 Prozent) der Umfrageteilnehmer angibt, gar keine Anfrage diesbezüglich bei einem Versicherer zu stellen, fragen weitere 31 Prozent nur ein- bis dreimal im Jahr an. Ein- bis dreimal im Monat befasst sich nur jeder Fünfte mit einer Cyber-Versicherung für die Gewerbekunden, öfter in der Woche kommt es nur bei 4 Prozent der Befragten dazu.
Angesichts der Digitalisierung, die durch die Corona-Pandemie aktuell noch einmal deutlichen Antrieb erhält, könnte sich der Bedarf an gewerblichen Cyber-Versicherungen in den kommenden Monaten allerdings erhöhen.
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