Gefährliche Baubranche

R+V leistet psychologische Hilfe nach Arbeitsunfällen

In keiner Berufsbranche ist die Unfallgefahr so hoch wie auf dem Bau. Die R+V-Versicherung trägt diesem Umstand nun Rechnung, indem sie zum Beispiel Handwerkern nach einem Arbeitsunfall psychologische Hilfe gewährt – das Angebot steht aber auch Büro-Mitarbeitern offen.
© dpa/picture alliance
Bauarbeiter bergen in einer Baugrube in München einen umgestürzten Baubagger: Wer Unglücke am Arbeitsplatz miterlebt, dem bietet die R+V-Versicherung psychologische Hilfe an.

Wenn die körperlichen Verletzungen längst verheilt sind, wirken die seelischen Belastungen bei vielen Betroffenen noch nach: Arbeitsunfälle können selbst gestandene Werktätige jäh aus dem Berufsleben reißen.

Die R+V Versicherung hat dies zum Anlass genommen, um zum 1. September eine kostenlose Assistance-Leistung auf den Markt zu bringen, die Kunden in den Sparten Warenkreditversicherung und Kautionsversicherung zur Verfügung steht – und hier kommen die Details:

Verunglückt ein Mitarbeiter im Job, so darf er auf Wunsch eine psychologische Soforthilfe in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist nach Angaben des Versicherers, dass der Arbeitsunfall „im Zusammenhang mit einem bei R+V abgesicherten Auftrag steht“.

Beispiel: Ein Fliesenleger hat im Rahmen seiner Kautionsversicherung für einen Großauftrag von R+V eine Bürgschaft erhalten. Auf der Baustelle ereignet sich ein schwerer Unfall, bei dem ein Mitarbeiter zu Schaden kommt.

Wie läuft die psychologische Unterstützung ab?

Im Ernstfall ist ein Expertenteam der R+V-Tochter HumanProtect Consulting rund um die Uhr über eine Hotline erreichbar. Die psychologische Betreuung der Unfallopfer und deren Angehörige erfolgt demnach über eine telefonische Beratung. Traumatisierte Kollegen des verunglückten Mitarbeiters werden bei Bedarf in Gruppensitzungen betreut.

Immerhin ist das Risiko, auf der Arbeit in einen Unfall verwickelt zu sein, zuletzt gesunken: Zwar stieg die Zahl der Arbeitsunfälle  im vergangenen Jahr um 1,3 Prozent auf 877.071 Fälle. Da 2016 aber auch die geleisteten Arbeitsstunden zugelegt haben, ist die Arbeitsunfallquote um 0,4 Prozent gesunken.

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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