Deutsche Flugsicherung schlägt Alarm

Behinderungen durch Drohnen nehmen rasant zu

Drohnen stellen eine wachsende Gefährdung für den Flugverkehr in Deutschland dar. Laut aktueller Zahlen der Deutschen Flugsicherung gingen bis Ende August bereits 60 entsprechende Hinweise durch Flugzeugpiloten ein – das entspricht einer Verdoppelung zum Vorjahreszeitraum.
© dpa/picture alliance
Eine Drohne im Einsatz. Die Deutsche Flugsicherung sieht den Multicopter-Boom in Deutschland kritisch.

Schon jetzt liegen die 60 gemeldeten Vorfälle in etwa auf dem Niveau des gesamten Jahres 2016 – damals waren es 64 Vorfälle, ein Jahr zuvor nur 14.

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Die deutliche Zunahme solcher Fälle gehe auch darauf zurück, dass hierzulande immer mehr Drohnen am Himmel kreisen, wie die Rheinische Post berichtet. Demnach gibt es bereits knapp eine halbe Million sogenannter Multicopter, die teils mehr als fünf Kilogramm wiegen und dabei Höhen von vier Kilometern erreichen können – bis 2020 könnten Prognose zufolge rund 1,3 Millionen privat und kommerziell genutzte Drohnen im deutschen Luftraum umherschwirren.

Angesichts dieser Zahlen schlägt die Deutsche Flugsicherung Alarm. „Wir müssen Drohnen für die Flugsicherung sichtbar machen“, verlautbart das staatliche Unternehmen gegenüber der Zeitung.

Bisher sind Hobby-Drohnen für das Radar nicht zu erkennen. Eine gesetzliche Pflicht zum Einbau entsprechender Mikrochips sei allerdings nicht Teil der Drohnen-Verordnung.

Erhebliches Schadenpotenzial durch Drohnen erfordert Versicherungsschutz

Wie gefährlich Drohnen für Flugzeugtriebwerke werden können, sei umstritten, heißt es in dem Bericht weiter. Experten gingen aber davon aus, dass Multicopter mit mehr als fünf Kilogramm Gewicht bei einer Kollision erheblichen Schaden anrichten könnten.

Für Drohnen-Freunde folgt aus alledem, dass sie sich zwingend mit der Frage eines adäquaten Versicherungsschutzes beschäftigen müssen. Doch wie kann eine sinnvolle Absicherung aussehen? „Ist die Drohne reines Spielzeug, ist sie in der Privathaftpflichtversicherung regelmäßig mit abgedeckt und kostet keinen Extrabeitrag“, sagt Tobias Haff, Betriebsgeschäftsführer des Insurtechs Mass-Up, gegenüber Pfefferminzia.

Eigenständige Policen, die vor allem bei einer gewerblichen Verwendung notwendig seien, so Haff, könnten hingegen schnell mehrere Hundert Euro kosten. „Abhängig ist das von der gewünschten Versicherungssumme, den Regionen, in denen Versicherungsschutz bestehen soll, und der Zahl der Drohnen, die der Versicherungsnehmer damit absichern will.“ 

Wie Hobby- und Berufspiloten gut abgesichert aufsteigen können, erfahren Sie hier.

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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