Auf M&A-Policen spezialisiert

Neuer Assekuradeur betritt den Markt

Zwei ehemalige auf Fusionen und Übernahmen spezialisierte Anwälte haben in Frankfurt den Assekuradeur Pantheon Underwriters gegründet. Als Investor und Risikoträger haben sie Markel Insurance aus München ins Boot geholt.
Pantheon-Underwriters-Gründer Michael Gaul und Xianbei Li
© Pantheon Underwriters
Pantheon-Underwriters-Gründer Michael Gaul und Xianbei Li

Der neu gegründete Assekuradeur Pantheon Underwriters mit Sitz in Frankfurt startet sein Geschäft. Spezialgebiete sind Transaktionsversicherungen für Fusionen und Übernahmen (M&A) und Immobilientransaktionen (Warranty & Indemnity Insurance oder W&I Versicherung) sowie Versicherungen von Steuerrisiken. Als Zielregion hat man die Dach-Region – Deutschland, Österreich und Schweiz – ins Auge gefasst.

Das Team besteht aus vier M&A- und Versicherungsspezialisten: Die Gründer Michael Gaul und Xianbei Li waren vormals als M&A-Anwälte in internationalen Wirtschaftskanzleien tätig – Gaul bei Taylor Wessing und Norton Rose Fulbright und Xianbei Li bei Freshfields.

Andererseits sind mit Xinglan Gong und Franzi Kaiser zwei Mitarbeiterinnen mit betriebswirtschaftlichem und versicherungstechnischem Hintergrund dabei, die einige Jahre für M&A-Versicherer sowie Generalagenten und Makler gearbeitet haben.

Mit ihren Versicherungen peilt Pantheon Underwriters vor allem Transaktionen mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen (SME-Segment) und im Mittelstand an. Als versicherungsseitigen Partner und Risikoträger hat man sich den Münchner Versicherer Markel Insurance gesucht. Der deutsche Ableger der US-amerikanischen Markel Corporation hat eigenen Angaben zufolge langjährige Erfahrung mit M&A-Policen und zudem eine Schadensabteilung vor Ort in München. Und er hat sich im Gegenzug mit 10 Prozent an Pantheon Underwriters beteiligt, wie der „Versicherungsmonitor“ meldet.

Offenbar haben die Neugründer einiges vor: Sie wollen Underwriting mithilfe künstlicher Intelligenz weiterentwickeln. Offenbar eine Notwendigkeit, weil die Firma mit rund 100 zu bearbeitenden Policen im Jahr rechnet und Fachleute auf dem Gebiet knapp sind.

Parallel dazu will man ein Nachhaltigkeitskonzept (ESG-Konzept) umsetzen, das „die Bandbreite der versicherten Transaktionen berücksichtigt“.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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