Urteil

Ergo-Vertreter verklagt Ex-Arbeitgeber nach Unfall

Benachteiligt das Versicherungsrecht die Geschädigten? Mit dieser Frage hat sich jüngst die Recherche-Plattform Correctiv beschäftigt und dabei vor allem die Rolle der bei Versicherern beliebten Kanzlei Bach Langheid Dallmayr (BLD) untersucht. Ein geschädigter Versicherungsvertreter, der seinen ehemaligen Arbeitgeber Ergo verklagte, konnte sich kürzlich gegen die vom Konzern beauftragte Kanzlei vor Gericht durchsetzen – vorbei ist die Auseinandersetzung damit aber noch nicht.
© dpa/picture alliance
Das Landgericht in Essen sprach im Herbst 2016 ein Urteil – doch das Berufungsverfahren steht noch aus.

Arndt Olias war für die Ergo-Versicherung tätig – doch seit dem 22. Juli 2011 ist für den langjährigen Versicherungsvertreter alles anders. An diesem Tag kracht ihm ausgerechnet sein eigener Kunde von hinten ins Auto. Im Krankenhaus diagnostizieren die Ärzte eine Gehirnerschütterung und ein Schleudertrauma bei Olias, berichtet der „Tagesspiegel“ über den Fall.

Ergo zahlt ihm dem Bericht zufolge als Versicherung des Unfallgegners 750 Euro Schmerzensgeld. Doch Olias reicht das nicht – er reicht Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ein. Seitdem kämpft Arndt Olias um Schadenersatz gegen den Versicherungskonzern. Dieser hat sich mit der Kölner Kanzlei Bach Langheid Dallmayr (BLD), „den Branchenführer im Versicherungsrecht“, so die Zeitung, namhafte Unterstützung geholt (hier mehr zum Thema).

BLD kämpfe „mit harten Bandagen“, sagt der Anwalt Alexander Schäfer, der „bei jedem zweiten seiner Fälle“ der Kanzlei gegenüberstehe, wie die Reporterin schreibt.

Im Herbst 2016 sprach das Landgericht Essen ein Urteil: Ergo muss seinem ehemaligen Mitarbeiter Schadenersatz in Höhe von 14.000 Euro zahlen, plus Verdienstausfall.

Doch abgeschlossen ist der Streitfall damit noch nicht.

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Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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