Über Pandemiezeiten hinaus

PKV ermöglicht dauerhafte Videosprechstunden in der Psychotherapie

Die Telemedizin hat im Zuge der Corona-Pandemie einen regelrechten Aufschwung verzeichnet – auch in der Psychotherapie. Wegen der steigenden Nachfrage hat sich der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) nun dafür eingesetzt, dass Privatversicherte seit dem 1. Januar dauerhaft Anspruch auf psychotherapeutische Videosprechstunden haben.
© picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose
Eine Frau nimmt das Angebot einer Videosprechstunde wahr: Privatversicherte haben jetzt dauerhaften Anspruch auf Telemedizin in der Psychotherapie.

Videosprechstunden in der Psychotherapie sind beliebt. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat deshalb mit der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und im Einvernehmen mit den Beihilfekostenträgern von Bund und Ländern gemeinsame Abrechnungsempfehlungen zur Telemedizin vereinbart.

Sie bilden den Rahmen für Leistungen mittels Videoübertragung und Ende-zu-Ende verschlüsselter E-Mails, die auf Basis der Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (GOP) ohne jegliche Abschläge in der Vergütung wie eine persönliche, unmittelbare Behandlung abgerechnet werden können. Seit dem 1. Januar 2022 besteht deshalb eine dauerhafte Grundlage für Psychotherapie per Videochat.

„Mit diesen Empfehlungen etablieren wir die Telemedizin in der Psychotherapie für Privatversicherte und treiben die Entwicklung der Digitalisierung weiter voran“, erklärt Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands. Die PKV habe die Telemedizin „seit erster Stunde“ unterstützt, so der Verbandschef weiter. Dadurch habe sie in Deutschland Fuß fassen und Strukturen aufbauen können, die jetzt auch den gesetzlich Versicherten zugutekämen.

„Seit Ausbruch der Corona-Krise hat die Private Krankenversicherung überdies die Arzt- und Psychotherapiepraxen mit mehr als 1,2 Milliarden Euro zusätzlich unterstützt, um die Versorgung der Patienten in Zeiten der Pandemie zu“, so Reuther abschließend.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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