Um die Servicequalität zu untersuchen, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (Disq) bei jedem der 20 privaten Krankenversicherer je zehn verdeckte Telefon- und E-Mail-Tests durchgeführt, außerdem die Internetauftritte durch geschulte Testnutzer prüfen lassen und eine Inhaltsanalyse der Website ermittelt.
Die Konditionen bewertete das Disq in Kooperation mit dem Rating-Haus Franke und Bornberg. Geprüft wurden dabei Leistungen und Kosten der Produkte für die private Krankenvollversicherung in den Varianten Grund-, Standard- und Topschutz.
Ein Ergebnis der Untersuchung: Ein Top-Schutz muss nicht notwendigerweise stark ins Geld gehen. So lag das Sparpotenzial zwischen den vergleichbaren Tarifen mit der bestmöglichen Analysten-Bewertung laut Disq bei 34 Prozent. „Einige Tarife mit Bestnoten sind kostengünstiger als die durchschnittliche Beitragshöhe in der der jeweiligen Versicherungskategorie“, heißt es weiter.
Mittelmäßiger Service keine Seltenheit
Beim Service schnitten die Anbieter nur befriedigend ab. Die Qualitätsurteile reichten von „sehr gut“ bis „ausreichend“. Nacharbeiten muss die PKV danach vor allen bei E-Mail-Anfragen: Kunden müssten dort im Schnitt rund 42 Stunden auf eine Antwort warten. Mehr als jede vierte E-Mail bleibe ganz unbeantwortet.
Die Test-Sieger
An die Spitze des Ratings konnte sich die Barmenia setzen. Sie bekam mit 82,5 von 100 möglichen Punkten die Note „sehr gut“. Der Versicherer habe die besten Konditionen im Test gezeigt. Hinsichtlich der Kosten erweise sich der Standardschutz-Tarif als „außerordentlich attraktiv“, heißt es vom Disq. Darüber hinaus böte die Barmenia auch den drittbesten Service aller untersuchten Versicherer.
Platz 2 erklimmt die Axa mit 81,6 Punkten und ebenfalls der Note „sehr gut“. „Standardschutz- und Topschutz-Tarif erzielen die beste Rating-Einstufung und Versicherte sparen im Vergleich zum jeweils teuersten Produkt im Schnitt rund 29 Prozent“, heißt es in der Auswertung.
Den dritten Rang belegt die Allianz (78,8 Punkte und das Qualitätsurteil: „gut“). Das Unternehmen schneide in der Konditionenanalyse mit „sehr gut“ ab; alle untersuchten Tarifvarianten erhielten das bestmögliche Analysten-Rating. „Unter dem Kostenaspekt sticht der Standardschutz heraus, der eine Ersparnis von rund 21 Prozent (gut 126 Euro monatlich) gegenüber dem teuersten Versicherer bietet“, so die Tester.
Weitere Testergebnisse und die Ergebnis-Tabellen finden Sie hier.
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