Ein Kratzen im Hals, die Nase beginnt zu laufen, oder im Bauch grummelt es – Salbei, Kamille oder Pfefferminze können hier als Tee die ersten Anzeichen einer Infektion lindern. Auch die leichte Platzwunde am Knie des Kindes lässt sich mit einer Heilsalbe und einem Pflaster behandeln. Anschließend noch ein paar Arnica-Globuli und das Kind kann weiterspielen.
Eine gewisse Selbstmedikation gehört heute in jeden Haushalt. Da werden Kräuter als bewährte Hausmittel gemeinsam mit den rezeptfreien Arzneien aus der Apotheke eingesetzt. Damit können viele Symptome bereits behandelt werden, ohne gleich den Arzt aufsuchen zu müssen.
„Die Selbstmedikation hat allerdings gewisse Grenzen“, sagt Gesundheitsexperte Joachim Haid. „Überall dort, wo es um schwerere Erkrankungen geht, muss ein Arzt hinzugezogen werden“, sagt er. Ist die Verletzung schwer und ein Knochen ist gebrochen, geht es vielleicht sogar nicht ohne chirurgischen Eingriff.
„Auch eine Appendizitis, umgangssprachlich Blinddarmentzündung genannt, kann nicht mit Hausmitteln geheilt werden. Hier wird zwar heute nicht mehr gleich operiert, sondern zunächst eine Antibiotika-Therapie genutzt, doch ohne Schulmedizin geht es nicht“, betont Haid. „Eine Milzruptur lässt sich ebenfalls nicht mit einem Kamillentee aus der Welt schaffen, hier muss operiert werden.“
Was allerdings möglich ist, ist während und nach der Gabe eines Antibiotikums die Darmflora zu unterstützen. Das Antibiotikum zerstört bekanntermaßen nicht nur die krankheitsauslösenden Erreger, sondern die guten Bakterien in unserem Körper gleich mit. „Vor allem im Darm sind viele davon an den Verdauungsprozessen beteiligt. Werden sie zerstört oder ihre Anzahl verringert, kann das unter anderem dazu führen, dass bestimmte Nährstoffe nicht oder nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden können“, erläutert Haid den Zusammenhang.
Seine Empfehlung lautet daher, bereits mit der Einnahme des Antibiotikums ein probiotisches Mittel zuzuführen. „Omni Biotic 10 ist hier eine gute Wahl. Bis zu 14 Tage nach Ende der Therapie sollten die 10 Bakterienstämme noch eingenommen werden – mit zeitlichem Abstand zum Antibiotikum“, empfiehlt Haid.
Eine weitere schwere Erkrankung wie ein bösartiger Tumor lässt sich genau so wenig mit Hausmitteln in den Griff bekommen. „Allerdings ist es möglich, die Schulmedizin mit der Alternativen Medizin zu kombinieren“, rät der angehende Heilpraktiker. „Der Heilungsprozess eines Knochenbruchs etwa kann unterstützt werden.“
Vitamine und Spurenelemente wie Vitamin D, K2, Kalzium, Bor, Silizium und Phosphor, sowie Eiweiß sind hier die Mittel der Wahl, um den Knochenaufbau voranzutreiben. „Zudem hilft ein kompetentes Immunsystem ebenso, dass der Knochen und das Gewebe wieder gut heilen. Und vor allem dabei haben wir es selbst in der Hand, dafür einiges zu tun“, macht Haid deutlich.
Die Wundheilung sei letztlich eine Entzündungsreaktion des Körpers. „Wird das Gewebe zum Beispiel durch einen Schnitt verletzt, schütten die Gefäßendothele sogenannte Zytokine aus. Diese wiederum locken Immunzellen an, damit eventuell eindringende Erreger abgewehrt werden können“, beschreibt Haid den Prozess.
Jedoch muss das Immunsystem erkennen, wann die Gefahr gebannt ist und die Reaktion wieder herunterfahren. „Im Anschluss kommen Enzyme zum Einsatz, die quasi den Schutt der Baustelle Wundheilung abtransportieren müssen. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Bildung dieser Enzyme ab. Darum verheilen Wunden bei älteren Menschen viel schlechter als bei Kindern“, erklärt Joachim Haid.
Vitamin D kommt bei diesem Effekt, wie bei vielen anderen, ebenfalls eine wichtige Rolle zu. „Ältere Menschen haben in der Regel einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel, selbst im Sommer“, sagt Haid. „Sie setzen sich kaum dem Sonnenlicht aus, und erst recht nicht den ganzen Körper, wie es für eine optimale Versorgung für eine gewisse Zeit notwendig wäre. Eiweißmangel ist ein weiterer wichtiger Punkt. Nur mit Aminosäuren können Knochen und Gewebe aufgebaut werden“, so Haid.
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