Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Elektro (IG BCE) geht mit der Forderung nach einer arbeitgeberfinanzierten Pflegezusatzversicherung in die anstehenden Tarifverhandlungen. Damit sollen rund 580.000 Beschäftigte bei der finanziellen Vorsorge einer Pflegebedürftigkeit im Alter unterstützt werden.
„Wir wollen in dieser Tarifrunde frische Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Branche formulieren“, sagt Verhandlungsführer und Vizechef der IG BCE, Ralf Sikorski. Dazu gehöre auch das Pflegerisiko im Alter. Das brenne den Beschäftigten unter den Nägeln. Zudem müsse die chemisch-pharmazeutische Industrie angesichts des wachsenden Fachkräftemangels an ihrer Attraktivität arbeiten.
Dabei sei die tarifliche Pflegezusatzversicherung zu verhältnismäßig geringen Beiträgen zu bekommen. Das würden die Tarifangebote zeigen, die bereits jetzt von den Unternehmen der privaten Krankenversicherung angeboten werden. Alle Forderungen der Gewerkschaft sind laut Sikorski auch in der aktuellen wirtschaftlichen Lage finanzier- und umsetzbar. „Die Arbeitgeber sollten aus einem leichten Abschwung keine Krise machen – zumal wir von einem Allzeithoch kommen“, so der Gewerkschafter.
Nachdem die Gespräche zwischen IG BGE und den Arbeitgebern am 30. September in den regionalen Tarifbezirken gestartet sind, gehen die zentralen Verhandlungen auf Bundesebene am 21. Oktober weiter.
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