Ernährung

Sind Karotten wirklich gesund für die Augen?

Fast jeder kennt den Spruch aus seiner Kindheit: „Kind, iss deine Karotten, die sind gut für deine Augen“. Doch was ist an dieser Aussage wirklich dran? Hier erfahren Sie es.
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In Karotten, so wie in vielen anderen gelben und roten Gemüse- und Obstsorten, ist Beta-Carotin enthalten.

In Karotten, so wie in vielen anderen gelben und roten Gemüse- und Obstsorten, ist Beta-Carotin enthalten. Dieser Stoff färbt die Karotten gelb und ist für deren Name verantwortlich. Theoretisch, dazu unten mehr, kann Beta-Carotin in Vitamin A umgewandelt werden.

Aus Vitamin A wird im Auge Rhodopsin hergestellt, welches essenziell für das Sehvermögen ist. Fehlt Vitamin A, hat dies Auswirkungen auf die Sehleistung. Sehstörungen bis hin zur Nachtblindheit können die Folge sein. So gesehen, ist der Spruch aus unserer Kindheit also richtig.

Bis zu 50 Prozent der Bevölkerung können Beta-Carotin nicht umwandeln

Nun jedoch zur Praxis. Bis zu 50 Prozent der Bevölkerung kann Carotinoide nicht effizient in Vitamin A umwandeln (Dr. Georg Lietz, Science News). Hinzu kommt, dass aus Beta-Carotin auch Stoffe entstehen können, welche die Vitamin-A-Wirkung hemmen können. Wer beispielsweise einmal in der Woche Kalbsleber verzehrt, müsste sich über seine Vitamin-A-Versorgung, sowie die mit weiteren Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, keine großen Gedanken machen. Nicht jeder ist jedoch Fan dieses Lebensmittels. Mir geht es ähnlich. Auch ich konnte mich noch nicht damit anfreunden, einmal die Woche Kalbsleber zu verzehren. Aus diesem Grund supplementiere ich regelmäßig Vitamin A in Form von Tropfen.

Weitere Vorteile von Vitamin A

Denn Vitamin A bietet noch viele weitere Vorteile:

  • Regulation der Spermien- und Eizellreifung
  • Förderung der gesunden Zellteilung und Reparatur von Hautschäden
  • Beteiligung an der Produktion von Androgenen und Östrogenen
  • Unterstützung der Schleimhäute als Barriere gegen das Eindringen von Bakterien und Viren. Ein Virus, das in den Körper nicht eindringen kann, kann sich auch nicht vermehren und damit auch nicht krank machen
  • Beteiligung an der Produktion von Antikörpern und damit auch wichtig bei Impfungen, sowie der Aktivierung von Immunzellen wie Makrophagen (die Pac-Men unseres Immunsystems) NK-Zellen, sowie T-Helfer- und B-Zellen
  • Unterstützung der Bildung und Freisetzung neuer roter Blutkörperchen (Erythrozyten) und des Einbaus von Eisen in diese Zellen. Gerade bei Frauen, die häufiger als Männer unter einem Eisenmangel leiden, kann das ein wichtiger Co-Faktor sein. Sowie Kupfer und Eiweiß auch!

Fazit

Karotten sind natürlich gut und gesund – der Spruch aus unserer Kindheit ist aber nur die halbe Wahrheit. Wer also nicht Kalbsleber oder Lebertran verzehren möchte, der kann wie ich einfach Vitamin A ergänzen. Auch hier gilt aber wieder: Erst den Vitamin-A-Spiegel im Blut messen, und dann individuell gezielt auffüllen.

 

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Autor

Joachim Haid ist Gründer des Gesundheitsprogramms PaleoMental®, zudem Gesundheitscoach und Heilpraktiker in Ausbildung.

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