Digitalisierung in der Krankenversicherung

Techniker testet App statt Aspirin bei Migräne

Kopfschmerzen sind in Deutschland Volkskrankheit Nummer eins. Die Techniker Krankenkasse hat jetzt eine Migräne-App für Betroffene im Einsatz, die die Schmerzen tatsächlich lindern soll. Das zeigen Ergebnisse einer Studie der Schmerzklinik Kiel.
© dpa/picture alliance
Eine Frau leidet an Migräne: Die Techniker Krankenkasse will mit einer App gegen die Volkskrankheit vorgehen.

Pillen gegen Kopfschmerzen? Wie altmodisch. Die Techniker Krankenkasse will Kunden mit einer Migräne-App auf ganz digitale Weise durch die Schmerzen helfen. Die Schmerzklinik Kiel hat die App entwickelt – mit enthalten sind unter anderem ein Schmerzkalender, Anleitungen zur progressiven Muskelentspannung und auch der beste Zeitpunkt für eine Medikamenteneinnahme wenn’s gar nicht mehr geht.

Jeder Zehnte nimmt hierzulande jeden Tag eine Kopfschmerztablette und jeder Zwanzigste leidet täglich an einem Brummschädel. Rund 50 Millionen Menschen sind in Deutschland insgesamt betroffen. Damit ist Kopfschmerz die Volkskrankheit Nummer 1 unter den Erwerbstätigen. Nicht selten führt das auch zur Arbeitsunfähigkeit und zu Fehltagen.

Die Techniker Krankenkasse nutzt nun mit der Migräne-App eine andere Variante der Heilung. Der Patient muss wie bei einem Logbuch alle Daten eingeben: Dauer, Intensität des Kopfschmerzes und Co. und bekommt dann individuell zugeschnittene Daten zur Schmerzbekämpfung. Und das wirkt, wie eine Studie zeigt: 55 Prozent der Befragten gaben an, dass sich ihre Kopfschmerzen durch die App verbessert haben.

„Das digitale Selbstmanagement mithilfe der Migräne-App steigert die Therapietreue, senkt die Zahl der Krankheitstage und verbessert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, fasst Hartmut Göbel, Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, die Ergebnisse seiner Studie mit rund 200 beobachteten Patienten und knapp 100.000 Sitzungen zusammen. Die App ist für Apple-Nutzer bereits zu haben, die Android-Version soll Ende Februar folgen.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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