Deckelung des Eigenanteils

DAK spricht sich für Pflegereform aus

Die Krankenkasse DAK Gesundheit fordert, Pflegebedürftige und deren Familien stärker zu entlasten. Demnach solle eine Pflegereform, den Eigenanteil für die Pflege begrenzen und alle restlichen Kosten zur Sache der gesetzlichen Pflegeversicherung werden, so die Resolution des Verwaltungsrates.
© dpa/picture alliance
Das Logo der DAK an einer Hauswand: Der Versicherer will sich für eine erneute Pflegereform einsetzen.

Wer pflegebedürftig wird oder einen Angehörigen hat, dem das passiert, muss für eine gute Versorgung vieles aus eigener Tasche bezahlen. Bislang übernimmt die Pflegeversicherung nur bestimmte Kosten und wälzt alles andere auf die Versicherten ab. Damit solle bald Schluss sein, findet die DAK Gesundheit – und fordert eine erneute Pflegereform, wie aus einer aktuellen Mitteilung hervorgeht.

„Pflegebedürftige sind einem doppelten Kostenrisiko ausgesetzt. Sie kennen die Höhe ihrer künftigen Eigenanteile nicht und es ist unklar, wie lange sie diese zahlen müssen“, sagt Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. „Der sogenannte Sockel-Spitze-Tausch, mit dem der Anteil der Versicherten gedeckelt wird, würde den Betroffenen mehr finanzielle Sicherheit geben“, so Storm. Nur so sei zu verhindern, dass Pflegebedürftigkeit für immer mehr Menschen in der „Fürsorgefalle“ ende.

Allerdings wäre die Deckelung des Eigenanteils mit einem hohen finanziellen Mehraufwand verbunden. „Wir fordern deshalb einen steuerfinanzierten Bundeszuschuss von zehn Prozent der Leistungsausgaben bis 2025“, so Dieter Schröder, Vorsitzender des Verwaltungsrats der DAK.

Horst Zöller, stellvertretender Vorsitzender des DAK-Versichertenparlaments, ergänzt:

„Aufgrund der demographischen Entwicklung und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen entsteht eine Ausgabendynamik, die wir abfedern müssen. Deshalb sollte der Steuerzuschuss bis 2045 auf bis zu 25 Prozent der Ausgaben gesteigert werden.“ Denn auch die gesetzliche Krankenversicherung erhalte bereits Steuermittel für gesamtgesellschaftliche Aufgaben, wie Zöller hinzufügt.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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