Corona-Krise steigert Abschlussbereitschaft

Nachfrage nach KV-Zusatzprodukten und Rechtsschutz wächst

Angst vor Corona und Angst vor Job-Verlust: Die Pandemie hat das Bedürfnis nach Absicherung und Schutz in den Bereichen Gesundheit und Recht erheblich verstärkt, wie eine aktuelle Studie im Auftrag eines Versicherers nahelegt. Demnach ist zugleich die Bereitschaft zur Online-Beratung gestiegen. Persönlicher Kontakt bleibe trotzdem wichtig, so die Autoren.
© picture alliance / Eibner-Pressefoto | Weber/
In der Corona-Krise erhöht sich das Bedürfnis nach Absicherung.

Die Corona-Krise hat die Nachfrage nach Rechtsschutz- und KV-Zusatzprodukten befeuert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Rheingold Instituts im Auftrag des Düsseldorfer Versicherers Arag, an der über 1.000 Personen teilnahmen. 20 Prozent der Befragten gaben dabei an, über den Abschluss einer Versicherung in diesen Bereichen nachzudenken. Bei den Jüngeren (18 bis 34 Jahre) ist es sogar jeder Vierte. Generell glauben 30 Prozent, dass die Versicherung sie in der aktuellen Corona-Situation unterstützen könne.

Den höchsten Stellenwert für die abschlussbereiten Befragten hat die Rechtsschutzversicherung: Sie verzeichnete in der Studie 32 Prozent Interesse. Bei den 35- bis 49-Jährigen erreichte der Wert sogar 40 Prozent. 21 Prozent der Abschlusswilligen interessieren sich für Krankenversicherungszusatzleistungen.

Wunsch nach Flexibilität

Weiter zeigt sich, dass die Umfrage-Teilnehmer großen Wert auf Flexibilität legen: 33 Prozent wünschen sich Verträge, die jederzeit an geänderte Umstände angepasst werden können. „Kunden erwarten, dass ihr Versicherer ihnen dabei hilft, eine passende Lösung für ihr individuelles Problem zu finden“, kommentiert Matthias Maslaton, Vertriebsvorstand der Arag, das Ergebnis.

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Neue Kommunikationskanäle

Gleichzeitig habe die Befragung gezeigt, so die Arag, dass digitalen Kommunikationskanälen mittlerweile eine große Offenheit entgegengebracht werde. Alle Altersgruppen zeigen demnach eine wachsende Bereitschaft, neuere Tools zu nutzen. So sei der Wunsch, sich per Video-Chat mit der Versicherung auszutauschen, um 4 Prozent gestiegen. Klassische Formate, wie persönliche Gespräche oder Telefonate, blieben aber nach wie vor sehr beliebt.

Von allen Befragten wünschen sich 23 Prozent noch immer einen persönlichen Ansprechpartner. Trotz einer Affinität zur digitalen Welt ist dieser Wunsch der Studie zufolge gerade bei den 18- bis 34-Jährigen mit 27 Prozent stärker ausgeprägt als in den anderen Altersgruppen. Auch der Wunsch nach einer maßgeschneiderten Beratung, die Absicherungslücken identifiziert, bleibe in der Krise ungebrochen hoch.

Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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