Beitragsrückerstattung

PKV-Anbieter zahlen leistungsfreien Kunden im Schnitt 1,4 Milliarden Euro aus

Zwischen 2008 und 2017 haben die privaten Krankenversicherer in Deutschland im Schnitt 1,4 Milliarden Euro pro Jahr an ihre Kunden zurückgezahlt. Das zeigen Zahlen des PKV-Verbands. Damit werden die Versicherten belohnt, die über längere Zeit keine Rechnung einreichen. 
© PKV-Verband
Im Schnitt zahlen die privaten Krankenversicherer pro Jahr etwa 1,4 Milliarden Euro an leistungsfreie Kunden aus.

Jedes Jahr im August zahlen PKV-Anbieter denjenigen Kunden Beiträge zurück, die über eine längere Zeit keine Leistung der Versicherung in Anspruch genommen haben. Zwischen 2008 und 2017 bewegte sich die Summe dieser Beitragsrückerstattung im Schnitt bei 1,4 Milliarden Euro (siehe Grafik). 2017 lag dieser Wert zum Beispiel bei 1,462 Milliarden Euro.

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Die Beitragsrückerstattung soll ein Anreiz für Versicherte sein, kleinere Rechnungen selbst zu bezahlen. Laut PKV-Verband verhielten sich Versicherte mit Anspruch auf die Rückerstattung gesundheits- und kostenbewusster und verursachten so weniger Ausgaben. Bei den Kunden komme das Modell gut an, so der Verband weiter. So habe eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag des PKV-Verbands von 2018 ergeben, dass etwa drei Viertel der Befragten das Prinzip der Beitragsrückerstattungen für gut befinden.

Wie viel Geld es zurückgibt, hängt dabei vom Tarif ab. Die Barauszahlung erfolgt in der Regel, wenn im Versicherungsjahr keine Rechnungen eingereicht würden. Je länger dieser Zeitraum dauert, desto mehr Geld gibt es oft. Nach drei Jahren Leistungsfreiheit könnten es etwa vier bis sechs Monatsbeiträge sein, berichtet der PKV-Verband weiter.

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