Altersvorsorge in der PKV

Die Gesundheit auch im Alter gut absichern

Die Deutschen werden immer älter. Auch im Alter brauchen sie daher eine starke Krankenversicherung. Und am besten den passenden Pflegetarif gleich dazu. Was einen guten Krankentarif auszeichnet und wie die Versicherer die Beiträge auch im Alter bezahlbar halten, erfahren Sie hier.
© Getty Images
Rentnerpaar am Strand: Auf die ausreichende Absicherung kommt es im Alter an.

Die Deutschen werden immer älter. Das heißt für die Krankenversicherung: Sie muss im Alter mehr leisten. Die Zahlen sprechen für sich: Die Pro-Kopf-Ausgaben der privaten Krankenversicherung für Behandlungen im Krankenhaus sind für 76- bis 80-jährige männliche Versicherte 8,5 Mal höher als für die 41- bis 50-Jährigen. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung sorgt bei den Privaten jede Generation für sich selbst vor. Damit das System für die Versicherten bezahlbar bleibt, bilden die Gesellschaften Rückstellungen für die mit zunehmendem Alter steigenden Leistungen.

Stellt man sich einen Zeitstrahl über die gesamte Versicherungsdauer vor, liegt der Beitrag in jungen Jahren über den erwarteten Ausgaben, in späteren Jahren darunter. Der anfangs angesparte Mehrbeitrag wird angelegt und verzinst. So war es schon immer.

Steigt die Lebenserwartung oder steigen durch neue kostenintensive Behandlungsmethoden oder Medikamente die Gesundheitsausgaben, müssen auch Rückstellungen nachgebildet werden. Eine Anpassung des Beitrags – auch für ältere Versicherte – wäre die Folge. Ein Mittel dagegen hat der Gesetzgeber bereits im Jahr 2000 verordnet: Jeder Neuversicherte zahlt seither einen zusätzlichen 10-prozentigen Zuschlag auf die Prämie, der die für Versicherte ab 65 Jahren erforderlichen Beitragsanstiege deckelt.

Die Höhe der Rückstellung für Beitragsrückerstattungen (RfB) ist hierbei wichtig. Je höher sie ist, desto leichter können in den Folgejahren steigende Beiträge aufgefangen werden. Zusätzlich werden Altersrückstellungen teilweise ans Kollektiv vererbt. Dann nämlich, wenn ein Versicherungsverhältnis mit Tod oder Kündigung endet. Das Kapital bleibt beim Versicherer und die Versicherten dieser Tarifstufe und Altersgruppe profitieren davon. Es sei denn, der Vertrag wurde nach 2009 abgeschlossen. Dann wird im Fall der Kündigung ein Teil der Altersrückstellungen auf den neuen PKV-Versicherer übertragen.

Vorsorgebaustein für die zusätzliche Absicherung

Um die Beiträge im Alter noch weiter zu entlasten, haben viele Versicherer eine Lösung entwickelt. Sie folgen dem Prinzip: Heute etwas mehr Beitrag zahlen als nötig, dafür im Alter stärker entlastet werden. Die Hallesche beispielsweise bietet dafür den MBZ Flex an. „In diesem Vorsorgebaustein kann man den Beitrag im Alter um einen garantierten Betrag absenken. Der Versicherte entscheidet selbst, wann die Ermäßigung einsetzen soll. Je später, desto höher wird der Versicherte entlastet“, sagt Frank Kettnaker, Vertriebsvorstand der Halleschen.

Ob gesetzlich oder privat versichert – der Arbeitgeber beteiligt sich an den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung. Für privat Versicherte beträgt der maximale Zuschuss derzeit 359 Euro. Wer von seinem Versicherer Beitragsrückerstattungen erhält, weil er keine Leistungen in Anspruch genommen hat, profitiert trotzdem vom vollen Arbeitgeberanteil. Gleiches gilt für Tarife, die einen garantierten Bonus auszahlen. Daher sind Tarife mit einer hohen Rückerstattung grundsätzlich attraktiv. Finanziell profitieren alle Krankenversicherten zusätzlich vom Bürgerentlastungsgesetz. Seit seiner Einführung 2010 kann jeder rund 80 bis 95 Prozent seiner Beiträge von der Steuer absetzen.

Die Pflege absichern

Genauso wichtig wie eine gute Krankenversicherung ist die Absicherung für den Pflegefall. Im Jahr 2030 werden voraussichtlich 3,4 Millionen Deutsche pflegebedürftig sein. Ein Thema, das jeder gerne verdrängt. Der Gesetzgeber ist hier tätig geworden und hat in einem ersten Schritt, im Pflegestärkungsgesetz, die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung erhöht. Die Sätze sind um zunächst 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent und 2,60 Prozent für Kinderlose gestiegen. Das soll 5 Milliarden Euro mehr pro Jahr in die Kassen spülen.

Der Vorteil eines privaten Pflege-Zusatztarifs ist, dass man ihn optimal an die eigene finanzielle Situation anpassen kann. Der Tarif Olga Flex der Halleschen beispielsweise zahlt bis zu 4.500 Euro Pflegegeld im Monat. Und bei vollstationärer Pflege zahlt er 100 Prozent des abgesicherten Pflegetagegeldes bereits ab Pflegestufe I aus. Im Vergleich: Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet in der ersten Stufe nur 1.064 Euro.

Kettnaker: „Flexibilität zeichnet diesen Tarif aus. Sowohl ein reduzierter Startbeitrag als auch Beitragsreduktionen sind bis zum 60. Lebensjahr möglich. Außerdem bieten wir dem Kunden mit dem Optionsrecht die Möglichkeit, infolge gesetzlicher Änderungen in neue Tarife zu wechseln.“

Namensgeberin dieses Pflegetarifs war übrigens Olga Romanowa. Die Königin von Württemberg war im 19. Jahrhundert Schirmherrin der ersten Pflegeeinrichtungen in Deutschland.

Mehr zum Thema

Warum ein genauer Blick in die Versicherungsbedingungen lohnt

Noch verhandelt die Bundesärztekammer mit dem Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) über eine Neuordnung der…

„Die Beitragsbefreiung ist verbraucherfreundlich“

Dieses Interview wurde uns freundlicherweise vom Insuro Maklerservice zur Verfügung gestellt. Herr Bönsch, die DAV…

„Wer gute Beratung bietet, bei dem wird auch wieder gekauft“

Pfefferminzia: Die Stornohaftung für neue Abschlüsse in der PKV ist nach der Neuregelung der Vermittlerrichtlinie…

Teilen:
Nicht verpassen!

Pfefferminzia.pro

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pfefferminzia