Die privaten Krankenversicherer (PKV) wollen niedergelassenen Allgemeinmedizinern und Zahnärzten während der Corona-Krise finanziell unter die Arme greifen – denn vor allem alltägliche Arbeitsmaterialien zur Virusbekämpfung schlagen sich in höheren Kosten nieder.
Wie die „Ärztezeitung“ berichtet, sind laut Branchenangaben zusätzliche Hilfen in Höhe von rund 263 Millionen Euro zu erwarten – davon sollen 189 Millionen an niedergelassene Ärzte gehen. Dies geschieht über die gesondert vereinbarten Pauschalen für die Behandlung von Privatpatienten während der Corona-Pandemie.
Laut dem PKV-Verband kommen zusätzlich Kostenanteile der Beihilfe sowie Kosten hinzu, die Privatversicherte selbst tragen und nicht zur Erstattung einreichen. Insgesamt erwarte man deshalb eine Summe von mehr als 300 Millionen Euro. Und: Weitere 300 Millionen Euro sollen laut „Ärztezeitung“ an Kliniken gehen.
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Die PKV reagiert mit den dargelegten Berechnungen auf Vorwürfe der gesetzlichen Krankenversicherer (GKV), wonach sich die Branche in Sachen Corona-Hilfsmaßnahmen aus der Affäre ziehen wolle.
Die PKV zahle die Extravergütung für den Hygieneaufwand bei jedem Arztkontakt, damit Ärzte und Zahnärzte bestmöglichen Schutz gewährleisten können, wird PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther, in der „Ärztezeitung“ zitiert. „Damit wollen wir sicherstellen, dass jeder Patient sorgenfrei zum Arzt gehen kann.“ Kein Versicherter solle Arztbesuche aus Angst vor Ansteckungen aufschieben müssen, so Reuther.
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