Kolumne

Der einfachste Weg, an Kundenstimmen zu kommen

Kundenbewertungen können ein wichtiger Faktor für Makler und Vermittler sein, um bei potenziellen Neukunden zu punkten. Doch wie holt man diese am besten ein, ohne dass sie gestellt wirken? Vertriebsexperte Hans Steup liefert in seiner neuen Kolumne Tipps.
© privat
Hans Steup ist Betreiber des Portals „Versicherungskarrieren“.

Das Thema Kundenbewertungen begegnete mir zuletzt öfter. Unter anderem veröffentlichen Google und Facebook derzeit keine, weil manche Idioten negative Bewertungen schreiben, da Angebot und Service vieler Geschäfte und Restaurants krisenbedingt nicht perfekt sind. Auch Bastian Kunkel schrieb einen Beitrag mit dem Tenor: Wenn du nur 5-Sterne-Bewertungen hast, muss das Fake sein, aber wenn du einen Schnitt von 4 Sternen hast, bist du wohl nicht gut genug für 5 Sterne. Was zum Henker?

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Ich beantworte seit 13 Jahren jede Bewertung für ein mir befreundetes Restaurant. Ein besseres Seminar zum Thema „Auf Kundenbewertungen antworten, ohne auszurasten“ gibt es nicht.

Kundenbewertungen, ich nenne sie lieber Kundenstimmen, lassen sich bei Google, Facebook und auf den üblichen Bewertungsportalen kaum beeinflussen. Natürlich kann ich nach jedem Abschluss den Kunden bitten, dort eine Bewertung zu schreiben. Oft sieht man diesen Bewertungen an, dass sie erbeten wurden, weil so ein eigenartiger Marketing-Singsang mitschwingt. Denn der Kunde denkt sich krampfhaft was aus.

Vorgefertigte Textbausteine? Nicht mein Stil!

Vor Jahren empfahlen die US-Marketing-Gurus sogar, den Kunden einfach einige Textbausteine zur Auswahl zu schicken, damit diese gar nicht erst lange überlegen müssen. Nicht mein Stil. Ich lege mehr Wert auf Kundenstimmen auf meiner Webseite als auf Bewertungs-Portalen.

Und das geht so: Schreibt mir ein Kunde in einer E-Mail oder in den sozialen Medien, was für ein toller Hecht ich bin, nehme ich diesen Satz zu meinen Kundenstimmen bei den Versicherungskarrieren. Mit seinem Namen, dem Namen seines Unternehmens, seiner Funktion im Unternehmen und seinem Foto. Bazinga. Ja, natürlich habe ich ihn vorher um Erlaubnis gefragt.

Das hat drei Vorteile:
  1. Ich bettle nicht um Bewertungen. Eigentlich kümmere ich mich gar nicht um Bewertungen. Wenn ich einen schönen Satz lese, bedanke ich mich und frage, ob ich diesen verwenden darf.
  2. Echter geht’s nicht. Der Ton und die Wortlaute der Sätze sind völlig unterschiedlich. Kein Marketing-Blabla, kein Textbaustein, keine Vorgabe. Das sieht jeder, der die Sätze liest.
  3. Meine Webseite, meine Regeln. Ich bestimme, wen ich zu meinen Kundenstimmen nehme. Und es ist ein gutes Gefühl, dass das Lob vom Kunden ausging. Weil er das Bedürfnis hatte, es mir zu schreiben.

Achten Sie also ab heute in E-Mails, auf WhatsApp, Xing und Facebook auf schöne Sätze Ihrer Kunden für Ihre Webseite. Versprochen?

Autor

Hans

Steup

Hans Steup ist Versicherungskaufmann und war lange Jahre Vertriebsunterstützer bei der Allianz. Heute betreibt Steup den Spezial-Stellenmarkt Versicherungskarrieren und berät Finanzdienstleister zur Content-Marketing-Strategie und zu Social Media.

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