Der Krieg in der Ukraine hat viel verändert – Bilder in den Medien zeigten eine längst für überwunden gehaltene Realität, scheinbar selbstverständliche Gewissheiten gerieten ins Wanken. Ende März erfuhren wir von der Hilfsaktion „Sternfahrer“, die von der Münchener Mediengesellschaft Newfinance und dem Verein Zukunft für Finanzberatung ins Leben gerufen worden war (wir berichteten). Die Initiatoren hatten bundesweit an insgesamt elf Standorten Spendensammlungen organisiert.
Gesammelt wurden Hilfsgüter, die in den Auffanglagern in Polen sowie in der Ukraine besonders dringend benötigt werden. Der Spenden- und Hilfeaufruf ging dabei an alle Unternehmen der Branche. Bis zum 7. April konnten sie Spenden an den Sammelstellen abgeben. Das gesamte Pfefferminzia-Team war begeistert von der Aktion – und uns allen war klar: Wir machen mit, wir wollen helfen. Gemeinsam sammelten wir daraufhin Hilfsgüter, und Pfefferminzia-Geschäftsführer Matthias Heß meldete sich darüber hinaus als Mitfahrer für den geplanten Hilfskonvoi. Wie wir als Pfefferminzia-Team diese großartige Hilfsaktion erlebt haben, erfahren Sie in dem folgenden Bericht.
Es ging los: Zuallererst stand das Einkaufen auf dem Plan. Wir besorgten unter anderem Lebensmittel mit langer Haltbarkeit, Hygieneartikel und Babynahrung. Was genau gebraucht wird, hatten die Organisatoren der Aktion zuvor in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Roten Kreuz abgestimmt. Kurz darauf stapelten sich bereits die ersten Kartons der Kollegen im Pfefferminzia-Büro.
Am 8. April ging es dann weiter: Gemeinsam mit Frederik Waller, Geschäftsführer des Marktplatzes Bessergrün, fuhr Pfefferminzia-Chef Matthias Heß mit dem von der Itzehoer Versicherung gestellten Sprinter für das Hamburger Fahrerteam ab. Zwei Stopps an den nahegelegenen Sammelstellen später war der Transporter beladen, und so langsam wurde es ernst.

Zwei Tage später, am 10. April, setzte das „Team Hamburg“ dann bereits Kurs gen Berlin. Es ging in das Dorint Hotel Adlershof, dem zentralen Treffpunkt aller Sternfahrer aus ganz Deutschland; die Übernachtungen wurden von der Ideal Versicherung gesponsert. Die ersten rund 290 Kilometer waren geschafft, weitere rund 600 Kilometer sollten einen Tag später folgen.

Gegen Abend gab es ein gemeinsames Abendessen, viele Gespräche – und sowohl die Aufregung als auch die Vorfreude auf den kommenden Tag wuchsen. Die meisten Sternfahrer kannten sich bereits – mit einer Ausnahme: Martin Baer (im Bild unten mit am Tisch zu sehen), der als einziger keinen direkten Bezug zur Versicherungsbranche hat. Er selbst ist Justizvollzugsangestellter aus Düsseldorf und hatte von seiner Frau, die in der Versicherungsbranche tätig ist, von der Aktion erfahren. Die Begeisterung war groß – und so meldete er sich als Fahrer. Gemeinsam mit dem Versicherungsmakler Karim Khreis bildete er das Fahrer-Team Nordrhein-Westfalen (NRW).
Außerdem waren beim Abendessen mit dabei:

Am 11. April war es dann so weit: Neun vollbeladene Sprinter mit insgesamt rund 1.000 Paketen rollten los in Richtung Krakau. An Bord: Insgesamt 20 – mitunter noch nicht ganz ausgeschlafene – Sternfahrer.

Drei Fahrer-Teams waren der Hoteltruppe bereits zuvorgekommen: Team Heidelberg, Leipzig und Nürnberg hatten sich am 10. bzw. 11. April auf dem direkten Weg gemacht und kamen bereits entsprechend früher in Krakau an, um ihre Sprinter zu entladen.


Nach einem kurzen Tankstopp kurz vor der Grenze zu Polen gab es fast überall einen Fahrerwechsel. Nach rund acht Stunden erreichten sie dann das Ziel: eine Lagerstelle des Polnischen Roten Kreuzes, rund 25 Kilometer nördlich von Krakau gelegen.

Alles, was rund zwei Tage zuvor in die neun Sprinter geladen worden war, musste nun wieder hinausgetragen werden.



Aber wie sagt man so schön: Gemeinsam schaffen wir alles. Und so war es auch: Die rund 1.000 Spendenpakete aus der Versicherungsbranche sind sicher in Krakau angekommen und werden nun genau dort zum Einsatz kommen, wo sie gebraucht werden: bei den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine – und denjenigen auf der Flucht.

Team Hamburg trat, wie die meisten anderen Sternfahrer auch, nach einer Übernachtung am nächsten Tag wieder die Rückreise an. Dieses Mal ging es auf dem direkten Weg zurück in die Hansestadt – glücklich, zufrieden, aber auch voller Demut vor der Hilfsbereitschaft der Branche, dem Zusammenhalt und dem Geschafften.

„Es ist einfach beeindruckend, was in so kurzer Zeit bewegt werden kann, um anderen Menschen zu helfen“, berichtet Pfefferminzia-Geschäftsführer Matthias Heß von seiner Sternfahrt. „So eine tolle Erfahrung mit großartigen Kollegen. Einfach ein riesengroßes Dankeschön an alle Sternfahrer, Spender, Helfer, Unterstützer – und natürlich an die Organisatoren aus dem Newfinance-Team. Eine großartige Aktion!“
„Fünf intensive Tage liegen seit der Beladung unserer Transporter hinter uns. Die Übergabe der Spenden an das Polnische Rote Kreuz in der Nähe von Krakau war ein schöner, intensiver Moment, der mir und sicher auch allen anderen Sternfahrern in Erinnerung bleiben wird. All den vielen Unterstützern, Helfern, Spendern, seien es Unternehmen oder Privatpersonen, und natürlich den großartigen Fahrerteams möchte ich noch einmal von Herzen danken!“
Was bleibe, sei aber nicht nur die Erinnerung, sondern auch die Erkenntnis, „dass wir im Netzwerk unserer Branche und weit darüber hinaus sehr viel Gutes bewegen können, wenn wir es nur gemeinsam anpacken. Und ich bin überzeugt: Da geht noch mehr“, so Demski weiter. „Schon deshalb ist heute bereits klar: Die Sternfahrer fahren weiter.“
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