Milliarden für die Aktionäre

Die Allianz bleibt Dividendenkönigin im Dax

EY hat nachgerechnet, wie viel Geld die Dax-Konzerne an ihre Aktionäre auszahlen – und ist auf eine neue Rekordsumme gestoßen. Ganz vorn landet die Allianz mit einem ordentlichen Milliardenbetrag. Auch die Dividendenrenditen können sich sehen lassen.
Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte und Finanzvorständin Claire-Marie Coste-Lepoutre am 26. Februar auf dem Weg zur Pressekonferenz, auf der sie die Unternehmenszahlen vorstellen
© allianz.com
Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte und Finanzvorständin Claire-Marie Coste-Lepoutre am 26. Februar auf dem Weg zur Pressekonferenz, auf der sie die Unternehmenszahlen vorstellen

Pünktlich zur neuen Dividendensaison am Aktienmarkt wird klar: Kein Konzern schüttet in Deutschland mehr Geld an die Aktionäre aus als die Allianz. 6,5 Milliarden Euro lässt sie als Dividende springen, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit erreicht die Aktie aktuell eine Dividendenrendite von fast 5 Prozent.

Das meldet die Unternehmensberatung EY im Rahmen einer aktuellen Studie. Demnach hält auch die Wirtschaftskrise die 40 Unternehmen im Dax nicht davon ab, mehr Gewinn auszuschütten als je zuvor. Insgesamt sind es 55,3 Milliarden Euro, nach 52,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Ein Zuwachs von 5,9 Prozent.

Nach der Allianz zeigt sich übrigens die Deutsche Telekom mit 4,8 Milliarden Euro (plus 10 Prozent) sehr spendabel. Wobei sich die Zahlen noch auf Prognosen beziehen. Über die tatsächlichen Dividenden entscheiden die Hauptversammlungen der Unternehmen.

Für das kommende Jahr erwartet man bei EY erstmal keinen weiteren Zuwachs. Jan Brorhilker, Managing Partner Assurance, meint: „Gerade einige Industrieunternehmen stecken in einer tiefgreifenden Transformation. Sie müssen neuen Wettbewerbern aus Asien Paroli bieten, ihre Kostenstruktur verbessern und gleichzeitig in neue Produkte und Dienstleistungen investieren. Insgesamt wäre im kommenden Jahr einer Gesamtausschüttung auf dem aktuellen Niveau eine große Überraschung – die Anleger sollten sich eher auf Rückgänge einstellen.“

Nun ist es aber analog zur Allianz wichtig, welches Verhältnis die Dividende zum Aktienkurs einnimmt. Weshalb wir uns die Dividendenrenditen angesehen haben. Dort führen zwei Autokonzerne – „dank“ heftiger Kursverluste –, nämlich Volkswagen mit 7,0 Prozent und Mercedes-Benz mit 6,2 Prozent (auch hier unter Vorbehalt der Hauptversammlungen).

Der zweite Versicherer im Dax, die Hannover Rück, mischt mit einer Dividendenrendite von 4,8 Prozent ebenfalls gut vorn mit. Am Ende der Rangliste liegt der Online-Händler Zalando, der wahrscheinlich gar keine Dividende zahlt.

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Autor

Andreas

Harms

Andreas Harms schreibt seit 2005 als Journalist über Themen aus der Finanzwelt. Seit Januar 2022 ist er Redakteur bei der Pfefferminzia Medien GmbH.

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