Versicherungswirtschaft ist die frauenfeindlichste Branche

Bei Informatikern geht es fairer zu. Bei Erziehern sowieso. Und sogar bei Hotelfachleuten. In diesen Berufen verdienen Frauen im Schnitt nur etwas weniger als Männer. Riesig dagegen ist der Gehaltsunterschied bei Versicherungskaufleuten. Welcher Beruf noch für große Ungleichheit sorgt.
Demonstration am Equal Pay Day vor dem Brandenburger Tor in Berlin: Frauen müssen im Schnitt 80 Tage mehr arbeiten, um den Jahreslohn der Männer zu erreichen.

Trauriger Spitzenplatz: Bei Versicherungskaufleuten ist der Lohnunterschied zwischen Männer und Frauen am größten. Ein Versicherungskaufmann bekommt im Schnitt 28 Prozent mehr Gehalt als seine weibliche Kollegin. Während Frauen in diesem Beruf durchschnittlich 3.012 Euro brutto im Monat verdienen, bekommen Männer für dieselbe Vollzeitbeschäftigung 1.148 Euro mehr (Monatslohn Männer: 4.160 Euro). Das geht aus einem Vergleich der Gehaltsdaten von 20 Berufen hervor.

Auf Platz 3 der größten Gehaltsunterschiede: 4.055 Euro verdient ein Bankkaufmann im Schnitt monatlich, mit 765 Euro weniger geht seine Kollegin nach Hause. Das entspricht einem durchschnittlichen Gehaltsunterschied von 19 Prozent.

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