Lebensversicherer halten ihre Bewertungsreserven geheim

Wenn Anleihen über ihrem Kaufpreis notieren, entstehen bei Anbietern von Kapitallebensversicherungen und privaten Rentenpolicen Bewertungsreserven. Ob und wie sie diese aktuell an ihre Kunden weitergeben, wollte die Wirtschaftszeitung Euro wissen.
Der Bundestag hat strengere Regeln für die Verteilung der Bewertungsreserven beschlossen. Wie Versicherer mit dem LVRG umgehen, wollte eine Umfrage ermitteln

Die meisten Lebensversicherer verschweigen, wie sie Ausschüttungen von aktuell auslaufenden Verträgen kalkulieren. So lautet das Fazit der Zeitschrift Euro, nachdem sie 25 Versicherer zu den aktuellen Folgen des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) fragte. Hintergrund der Umfrage: Mit dem LVRG hatte die Bundesregierung im August die Regeln für die Beteiligung von Kunden an Bewertungsreserven verschärft.

Im Detail bedeutet das: 13 von 25 angefragten Unternehmen weigerten sich ganz, an der Umfrage teilzunehmen. Die Allianz reagierte mit einem knappen „derzeit keine Aussage möglich“. Die Zurich verzichtet auf eine Stellungnahme. Auskunft gaben nur zwölf Anbieter.

Nur Ergo, Versicherungskammer Bayern und Generali verteilen über das schon vor der Reform zugesagte Mindestmaß hinaus Bewertungsreserven. Das aber auch nur in Einzelfällen. Axa, Gothaer, Provinzial Rheinland, Debeka, Iduna, Swiss Life und Volkswohl Bund schütten derzeit nur im vorher garantierten Umfang aus, wollen aber am Jahresende eventuell einen Nachschlag zahlen. Die Zahlungen ganz gestrichen haben Aachen-Münchener und  Nürnberger.

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