Wegen steigender Lebenserwartung

Deutsche Arbeitgeber fordern verlängerte Lebensarbeitszeit

Seit Jahren steigt die durchschnittliche Lebenserwartung hierzulande. Für den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: eine Belastung für die sozialen Sicherungssysteme. Kürzlich sprach er sich deshalb für eine Verlängerung der Regellebensarbeitszeit aus.
© picture alliance/dpa | Wolfgang Kumm
Ist Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA): Rainer Dulger.

Die Deutschen werden immer älter, beziehen dementsprechend also auch immer länger Rente. Laut Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), steigt damit auch der Druck auf die sozialen Sicherungssysteme immer weiter. Deshalb sei klar, zitiert die Deutsche Presseagentur den Arbeitgeberpräsidenten: „Wenn unsere Lebenserwartung immer weiter steigt, muss unsere Lebensarbeitszeit zwangsläufig auch steigen.“

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Und weiter: „Es gibt keine Alternative, als dass die Kosten aus der Alterung der Gesellschaft auf die Generationen verteilt werden – denn nur so kann das langfristige Vertrauen in die gesetzliche Rente erhalten werden“, erklärt Dulger.

Eine Finanzierung über Schulden sei jedoch der falsche Weg. Vielmehr brauche es eine „strukturelle Erneuerung sowie eine Anpassung an den demografischen Wandel, damit die Sozialversicherungen langfristig ihre Aufgaben erfüllen können“, so der Arbeitgeberpräsident weiter. Gleichzeitig müsse das derzeitige Ziel der Politik, die Sozialversicherungsbeiträge nicht über 40 Prozent steigen zu lassen, verfassungsrechtlich verankert werden.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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