Vitality-Programm startet im Juli

Lebenspartner statt Prämien-Sammler

Die Generali startet im Juli ihr weit im Voraus angekündigtes Programm Vitality. Die Idee: Es belohnt gesundheitsbewusste Kunden. Wer also ins Fitness-Studio geht oder gesundes Essen kauft, zahlt zum Beispiel weniger Beitrag. Ein Kritikpunkt an dem neuen Modell ist indes der Datenschutz.
© dpa/picture alliance
Eine Frau trainiert im Fitness-Studio.

Im Juli geht der Versicherungskonzern Generali mit seinem Gesundheitsprogramm Vitality an den Markt. Das funktioniert so: Wer gesunde Lebensmittel kauft, per Fitness-Armband körperliche Aktivität nachweist oder regelmäßig sportelt, bekommt Punkte. Je nach Punktestand erhält der Kunde einen Status, von Bronze bis Gold. Je höher der Status, desto größer die finanziellen Vorteile.

Als Belohnung gibt es zum Beispiel Rabatte für den Besuch von Fitness-Studios,  günstigere Reisen oder einen Nachlass auf die Versicherungsprämie. Die Verträge mit Fitness-Studios und Supermärkten sind schon unterschrieben.

Verbraucherschützer indes befürchten, dass der Versicherer mit den gesammelten Daten nicht sauber umgeht. Hier versucht Generali-Deutschlandchef Giovanni Liverani zu beschwichtigen: Ein Sachbearbeiter bekomme nicht zu sehen, was ein Kunde eingekauft oder wo er trainiert habe. „Die sehen nur den Score, also den Punktestand“, sagt er gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

Zunächst will die Generali Vitality Kunden anbieten, die eine Risikolebens- oder eine BU-Versicherung abschließen. Danach ist die private Krankenversicherung dran.

Das eigentliche Ziel des Versicherers ist es im ersten Schritt, viel häufiger mit dem Kunden in Kontakt zu treten. Liverani: „Das muss alle zwei Wochen sein.“ Der Versicherer will die Rolle des reinen Prämien-Sammlers und Schadenzahlers abgeben. Vielmehr wolle man Lebenspartner seiner Kunden werden.

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