Tarif-Analyse von Franke und Bornberg

So viel müssen Studenten für einen BU-Schutz zahlen

Wer bereits als Student eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) abschließt, umgeht oft das Risiko, dass spätere Erkrankungen einen BU-Abschluss im Berufsleben erschweren. Das Analysehaus Franke und Bornberg hat für das Jugend-Portal des Handelsblatts „Orange“ 30 Studenten-Tarife unter die Lupe genommen. Welche Anbieter punkten konnten, erfahren Sie hier.
© dpa/picture alliance
An der Universität in Leipzig sitzen Lehramts-Studenten vom ersten Semester in einer Vorlesung. Berufsunfähigkeitsversicherungen sind für junge Menschen oft noch vergleichsweise günstig.

So lauten die Test-Bedingungen:

In ihrem Test für den Handelsblatt-Ableger „Orange“ sind die Analysten von Franke und Bornberg von einem 23-Jährigen Jura-Studenten ausgegangen, der ein monatliches Einkommen von 500 Euro hat.

Wird er im Laufe seines Berufslebens vor seinem 67. Geburtstag berufsunfähig, bekommt er von der Versicherung eine BU-Rente von 1.000 Euro im Monat.

Der Muster-Student ist Nichtraucher und strebt eine rein kaufmännische Tätigkeit ohne körperliche Belastung an.

Alle 30 geprüften Versicherungen sind weltweit gültig und leisten Schutz ab dem ersten Monat. Eine abstrakte Verweisung ist ausgeschlossen.

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So lautet das Ergebnis:

Testsieger ist der Berufsunfähigkeitsschutz von Canada Life. Obwohl der Tarif mit einer Netto-Prämie im ersten Jahr von 32,75 Euro der zweitteuerste Tarif sei, verdiene er sich mit Zusatzleistungen den ersten Platz, berichtet Orange und verweist auf die Möglichkeit, den Beitrag bei Arbeitslosigkeit oder Elternzeit auszusetzen. Außerdem zahle die Versicherung auch dann einen einmaligen Beitrag, wenn man den alten Beruf nicht mehr ausführen könne und in einen anderen Beruf wechsle.

Insgesamt haben acht Anbieter mit der Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen. Die Reihenfolge der Anbieter entspricht dabei der Platzierung im Test.

Canada Life: Berufsunfähigkeitsschutz

Netto-Prämie im 1. Jahr: 32,75 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 32,75 Euro

Hannoversche: SBU Starter Variante

Netto-Prämie im 1. Jahr: 13,35 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 33,72 Euro

Nürnberger: Einsteiger-BU

Netto-Prämie im 1. Jahr: 16,27 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 30,70 Euro

Volkswohl Bund: SBU Perfect Start

Netto-Prämie im 1. Jahr: 17,20 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 32,13 Euro

Alte Leipziger: SBU SecurAL

Netto-Prämie im 1. Jahr: 40,13 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 40,13 Euro

Basler: BU Einsteiger

Netto-Prämie im 1. Jahr: 20,81 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 33,11 Euro

Europa: starterVorsorge

Netto-Prämie im 1. Jahr: 25,80 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 35,30 Euro

LV 1871: Golden BU Start

Netto-Prämie im 1. Jahr: 30,42 Euro

Durchschnittliche Netto-Prämie: 37,57 Euro

Der „enorme Preisunterschied“ des Canada-Life-Tarifs zu den anderen „sehr guten“ BU-Tarifen habe einen Grund, so Orange. Canada Life biete als einzige der acht besten Versicherungen kein eigenständiges Starterprodukt an. Bei Starter-Tarifen sei die Prämie am Anfang günstig und werde nach Ablauf einer bestimmten Frist erhöht.

„Es könnte sein, dass sich ein Student nur in der Startervariante überhaupt einen BU-Schutz leisten kann“, zitiert das Portal Christian Monke von Franke und Bornberg. Doch die Startertarife hätten auch einen Nachteil, so Monke: „Sie können über die Laufzeit betrachtet am Ende teurer werden als die Normalversion.“

Allerdings weist auch der „SBU SecurALTarif BV 10“ der Alten Leipziger mit einer Prämie von 40,13 Euro einen über die gesamte Laufzeit konstanten Durchschnittsbeitrag auf. Warum dies so ist, wird im Orange-Bericht nicht näher erläutert.

Diese zehn weiteren Tarife bekamen die Note „gut“:

Huk24: SBU Premium Start

Continentale: PremiumBU Start PBUS

Die Bayerische: SBU PROTECT young Komfort

Huk-Coburg: SBU Premium Start

Ergo Vorsorge Leben: Berufsunfähigkeitsversicherung

Stuttgarter: BUV-PLUS, Tarif 91

Allianz: BU-StartPolice Plus (E356)

Axa/DBV: Starter SBU

Interrisk: Berufsunfähigkeits-Versicherung EcoPlan

Universa: ExklusivSBU

Autor

Lorenz

Klein

Lorenz Klein gehörte dem Pfefferminzia-Team seit 2016 an, seit 2019 war er stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Im Oktober 2023 hat Klein das Unternehmen verlassen, um sich neuen Aufgaben in der Versicherungsbranche zu widmen.

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