Mit einer Grundfähigkeitsversicherung können Verbraucher bestimmte körperliche und kognitive Fähigkeiten absichern- Dazu gehören etwa das Treppensteigen, Autofahren oder sich orientieren. Und der Markt ist ordentlich in Bewegung. Die Versicherer bauen verschiedenste Leistungsauslöser und Bausteine in ihre Tarife ein, was das Angebot unübersichtlich macht.
Die Rating-Agentur Franke und Bornberg hat ihr Rating für Grundfähigkeitsversicherungen daher nun aktualisiert. „Wenn es um Sicherung der Arbeitskraft geht, sind Grundfähigkeitsversicherungen zu einem wichtigen Baustein geworden. Aber je nach Anbieter unterscheiden sich Leistungsauslöser und deren Definitionen manchmal extrem“, sagt Michael Franke, Gründer und Geschäftsführer von Franke und Bornberg. Mit dem neuen Rating wolle man neben mehr Übersicht vor allem verlässliche Standards auf den Weg bringen.
Seit dem ersten Rating im Jahre 2019 stellt Franke und Bornberg den verschiedenartigen Leistungsauslösern einen eigens entwickelten einheitlichen Katalog der relevanten Grundfähigkeiten gegenüber. Hier werden alle Leistungsdefinitionen der Versicherer fachlich eingeordnet – unabhängig davon, wie der jeweilige Versicherer die Fähigkeit bezeichnet.
„Durch den von uns geschaffenen neuen Standard konnten Vermittler und Verbraucher sicher sein, dass Produkte mit Top-Rating die 14 wesentlichen Grundfähigkeiten enthalten“, so Franke. Für das Grundfähigkeiten-Rating 2021 wurde der Katalog weiter optimiert. Wichtigste Neuerung ist eine weitere Differenzierung der Fähigkeit „Hände gebrauchen“. Statt zwei Varianten sind es nun drei.

Bei der Grundfähigkeit „Heben und Tragen“ unterscheidet Franke und Bornberg jetzt, ob dafür ein Arm oder beide Arme benutzt werden müssen. Und für die Grundfähigkeit „Knien und Bücken“ spielt eine Rolle, ob zur Beurteilung der Fähigkeit ein Knie oder beide Knie den Boden berühren müssen. „Auf den ersten Blick wirken unsere Änderungen vielleicht detailverliebt. Für Versicherte aber kann eine Nuance im Wortlaut über alles oder nichts entscheiden“, erklärt Franke.
Auch zukünftig unterteilt Franke und Bornberg das Rating in die Kategorien „Grundfähigkeit“ und „Grundfähigkeit Plus“, da sich die Tarife durch Zusatzbausteine erheblich verändern können und im Ergebnis mit den Grundtarifen dann nicht mehr vergleichbar sind. Tarife werden der Kategorie Grundfähigkeit Plus zugeordnet, wenn zusätzliche Leistungsauslöser, wie schwere Krankheiten, enthalten sind.
Für das neue Grundfähigkeits-Rating haben die Analysten 52 Tarife von 23 Gesellschaften auf bis zu 74 Kriterien untersucht. Diese 52 Tarife sind in über 850 unterschiedlichen Tarifkombinationen abschließbar. Für sämtliche Grundfähigkeiten gilt ein neuer Mindeststandard. Die Höchstnote FFF+ wird nur an Tarife vergeben, die alle relevanten Grundfähigkeiten in der geforderten Qualität absichern.
Im Rating Grundfähigsversicherung schafften 20 Tarife die Bestnote FFF+, 5 erhielten ein FFF, 9 ein FF+ und 10 ein FF. Nur ein Tarif schnitt mit F+ ab, was der Note „ausreichend“ entspricht.
>>> Zur ausführlichen Ergebnis-Tabelle geht es hier
Im Rating Grundfähigsversicherung Plus schnitten 20 Tarife mit FFF+ ab, ebenfalls 20 schafften ein FFF. 17 Tarife ordneten die Versicherer in das Ergebnis FF+ ein und 7 in die Kategorie FF, also „befriedigend“.
>>> Die Tabelle mit allen Tarifen finden Sie hier
Zahl und Vielfalt von Grundfähigkeitsversicherungen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, so das Fazit der Analysten. Der Trend gehe hin zum Bausteinprinzip. Noch immer fehlten aber verlässliche Standards für Vermittlerinnen und Verbraucher.
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