Produkte der Woche

Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die Arag hat zwei neue Tierkrankenpolicen im Angebot, die Bayerische hat ihre Allgefahrenversicherung überarbeitet, die Gothaer hat ein neues Arbeitgeberportal für die betriebliche Krankenversicherung und Altersvorsorge gestartet, die R+V ist an der Entwicklung sprengsicherer Bankautomaten beteiligt – und die Vema will die Ermittlung der Versicherungssumme in der Sachsparte vereinfachen.
© picture alliance / Norbert Schmidt | Norbert SCHMIDT
Immer mehr Banken verlegen ihre Geldautomaten in freistehende Pavillons – runde Gebilde aus Stahlbeton, um sie vor Sprengungen zu schützen. An deren Entwicklung war auch die R+V Versicherung beteiligt.
Arag mit zwei neuen Tierkrankenversicherungen

In Corona-Zeiten hat die Haustierbranche einen regelrechten Boom erlebt. Wer die neuen tierischen Mitbewohner optimal absichern möchte, kann dies über Tierkranken- oder OP-Versicherungen tun. Bei der Arag gibt es jetzt zwei neue Policen für fellige Freunde: die „Arag Tierprotect“ und die „Arag Tierprotect OP“.

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Beide Versicherungslösungen zielen speziell auf Hunde und Katzen ab. Die „Arag Tierprotect“ beinhaltet sowohl einen Gesundheitsschutz als auch einen Kostenschutz bei Operationen. Die „Arag Tierprotect OP“ hingegen übernimmt eventuelle OP-Kosten – beispielsweise nach einem Unfall. Erhältlich sind beide Produkte in den Leistungsvarianten Basis, Komfort und Premium – für den persönlichen Schutz nach Maß.

Je nach Tarif unter anderem mit inbegriffen: relevante Rechtsberatung und Rechtsschutzdeckung sowie ein Treuebonus, der schadenfreie Jahre belohnt. Und: Besteht bereits ein Vertrag für eine Rechtsschutzversicherung, Recht und Heim oder eine Tierhalterhaftpflichtversicherung bei der Arag, wird dem Kunden ein Bündel-Rabatt von 5 oder 20 Prozent für seine neue Tierversicherung eingeräumt.

Die Bayerische überarbeitet Allgefahrenpolice

Die Allgefahrenpolice „Meine-eine-Police“ der Bayerischen hat ein Update bekommen, das vor allem nachhaltig orientierte Verbraucher und Kunden überzeugen soll. So ist in den Bausteinen Hausrat, Haftpflicht und Wohngebäude im Schadenfall nun beispielsweise die Übernahme von Mehrkosten von bis zu 20 Prozent des Anschaffungswerts für nachhaltig produzierte Bodenbelägen, Farben, Möbel, Kleidung oder Haushaltsgeräte der höchsten Energieeffizienzklasse enthalten.

Und auch Wandladestationen für Elektroautos im Carport oder der Garage, ehrenamtliche Tätigkeiten, unentgeltliche Freiwilligenarbeit oder nebenberufliche Tätigkeit aufgrund eines ökologischen oder sozialen Engagements sind mitversichert. Aber auch artgerecht gehaltene Bienenvölker, Bienenstöcke sowie Rankhilfen für Nutzpflanzen, Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen gehören jetzt zum Versicherungsschutz.

Neben den neuen Nachhaltigkeits-Updates gibt es nun auch eine Best-Leistungs-Garantie. Diese gewährleistet den leistungsstärksten Schutz von allen Produkten der Bayerischen in den Bereichen Haftpflicht, Hausrat, Glas und Wohngebäude. Mit der Innovationsgarantie beziehungsweise dem Bedingungs-Update profitieren Kunden außerdem automatisch von allen künftigen Leistungsverbesserungen. Zudem sorgt die Besitzstandsgarantie für Hausrat und Haftpflicht dafür, dass alle Leistungsvorteile aus dem vorherigen Vertrag für den Kunden erhalten bleiben.

Neu ist auch ein Rechtsschutztarif. Dieser umfasst neben einer unbegrenzten Deckungssumme auch eine persönliche Rechtsberatung zu einem Rechtsproblem nach drei schadenfreien Jahren und optional einen erweiterten Strafrechtschutz.

Veränderte oder neue Risiken müssen zudem nur einmal pro Jahr angezeigt werden, sind aber sofort mitversichert. Schafft sich ein Kunde beispielsweise unterjährig ein Haustier an, muss er dies erst im Rahmen des jährlichen Risikochecks der Bayerischen melden. Außerdem arbeitet die Meine-eine-Police in den Bausteinen Hausrat, Glas, Haftpflicht und Wohngebäude nach dem Prinzip der Allgefahren-Deckung. Das heißt: Was in den Bedingungen nicht ausdrücklich anders geregelt ist, ist grundsätzlich mitversichert.

Gothaer startet neues Arbeitgeberportal

Die Gothaer sieht sich weiter Kurs gen Digitalisierung – mit einem neuen Firmenportal des Technologieunternehmens „ePension“. Dieses soll Vermittlern und Firmen eine im Vergleich zur bisherigen Praxis zeitsparendere und schlankere Verwaltung von betrieblicher Krankenversicherung (bKV) und Altersversorgung (bAV) ermöglichen.

Alle wichtigen Geschäftsvorfälle wie Vertragsüberblick, Änderungsmitteilungen oder Vertragsänderungen können den Angaben zufolge ohne große Rücksprachen oder Papierformulare direkt online im Portal umgesetzt werden. So könne vor allem die Bearbeitungszeit der einzelnen Vorgänge minimiert werden, schreibt die Gothaer in einer Pressemitteilung.  Ein weiterer Vorteil für den Unternehmer: ePension steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Kosten entstehen weder für Vermittler noch für Firmenkunden, das Portal wird von der Gothaer gratis zur Verfügung gestellt. Je nach den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens kann der Vermittler die Rechte des Arbeitgebers festlegen. Bereits bestehende Verträge können auch nachträglich in das Portal integriert werden.

R+V kooperiert mit Veloform für sprengsichere Geldautomaten

Gemeinsam mit dem Unternehmen Veloform hat die R+V Versicherung freistehende Pavillons für Geldautomaten entwickelt. Damit werden diese vor Explosionen geschützt – denn immer häufiger nutzen Kriminelle Sprengstoff, um Geldautomaten aufzubrechen.

„Wir haben nach einer sicheren Lösung außerhalb der Bankfilialen gesucht und sind auf die freistehenden Pavillons gestoßen“, so  Frank Lohmeier, Risikoberater der R+V. Die ringförmigen Gebilde bestehen aus bis zu 15 Zentimeter starkem Stahlbeton und bringen zehn Tonnen auf die Waage. Im Inneren befindet sich der Geldautomat, Tastatur und Geldausgabe erreichen die Kunden über eine Art Fenster.

„Das Material ist ähnlich wie bei einem Bunker – mit herkömmlichen Sprengmitteln erreicht man da gar nichts“, ergänzt Anselm Franz, Geschäftsführer von Veloform, dem Hersteller der Betongebilde. Ihren Ursprung haben die Pavillons im Veranstaltungsbereich: Bei Festivals dienten sie als Kassenhäuschen, bei Messen als Ausstellungsräume.

Die Pavillons werden auf freistehenden Plätzen mit ausreichend Sicherheitsabstand zu umliegenden Häusern aufgestellt. „Damit ist die Gefahr für Anwohner und Bankgebäude gebannt“, erklärt Lohmeier. Das Konzept scheint anzukommen. „Wir werden derzeit von Anfragen geradezu überrannt“, sagt Veloform-Geschäftsführer Franz.

Vema vereinfacht Ermittlung der Sachversicherungssumme

Die Genossenschaft Vema sich gemeinsam mit einem Versicherer hat eine neue Lösung für die Ermittlung der Versicherungssumme in der Sachversicherung überlegt. Das Konzept: Liegt die Versicherungssumme (welche laut Vema weiterhin dem Versicherungswert entsprechen soll) über den bilanzierten Anschaffungs- und Herstellungskosten, plus Vorräte und 10 Prozent Pauschale, verzichtet der Versicherer auf die Anrechnung einer Unterversicherung.

Ein weiteres Spannungsfeld bei Großschäden ist häufig die Verletzung von vertraglich vereinbarten Obliegenheiten, insbesondere beim Brandschutz. Deshalb berät der Versicherer den Versicherungsnehmer hierzu. Kommt es zum Schaden und wurden Obliegenheiten grob fahrlässig verletzt oder der Schaden grob fahrlässig verursacht, nimmt der Versicherer erst bei den 5 Millionen übersteigenden Anteil eine Quotelung vor. Aktuell verhandele die Vema noch mit weiteren Versicherern, um das Konzept breiter aufzustellen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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