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Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die Universa hat ihre Arbeitskraftabsicherung verbessert, die VHV hat ihre Cyberpolice angepasst, bei der SDV gibt es jetzt neue Leistungen in einem der VSH-Tarife, die Canada Life hat ihren Schutz bei schweren Krankheiten verbessert und die VPV hat ihre BU-Tarife überarbeitet.
© picture alliance / imageBROKER | Stefan Kiefer
Ein Gebäude der Universa: Der Versicherer hat seine Tarife im Bereich der Arbeitskraftabsicherung verbessert.
Universa baut Arbeitskraftabsicherung aus

Für die beiden Arbeitskrafttarife „Premium SBU“ und „Exklusiv SBU“ der Universa gab es kürzlich ein paar Updates: So hat der Versicherer unter anderem die Infektionsklausel ausgeweitet – sie greift nun bereits, wenn die Behörde ein teilweises Tätigkeitsverbot erteilt. Zudem ist nun ein altersentsprechender Kräfteverfall mitversichert. Außerdem gibt es Neuerungen bei den Überbrückungsmöglichkeiten im Falle von Zahlungsschwierigkeiten: Eine Stundung der Beiträge ist jetzt bereits nach 24 Monaten Beitragszahlung (vorher 36) möglich. Zudem braucht die Rückzahlung der gestundeten Beiträge nicht mehr in einer Summe zu erfolgen, sondern kann auf bis zu 48 Monatsraten ausgedehnt werden. Bei einer Beitragsfreistellung kann der Vertrag innerhalb von zwölf Monaten (vorher sechs) ohne erneute Risikoprüfung wieder in Kraft gesetzt werden.

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Neu mit dabei ist zudem eine vorteilhafte Definition von Berufsunfähigkeit bei Auszubildenden: Schulabgänger können jetzt nach bestandener Abschlussprüfung noch bis Ende Juli als Schüler versichert werden.

Und: Bei Polizeibeamten kann eine Versicherungsdauer bis zur gewöhnlichen Regelaltersgrenze von 62 Jahren (vorher 60) gewählt und bis dahin eine Polizeidienstunfähigkeitsklausel vereinbart werden.

Ein weiteres Update: Für Vollversicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) bietet die Universa über das Einkommenssicherungskonzept „Unisafe HQ“ ab sofort einen nahtlosen Übergang vom Krankentagegeld zur Berufsunfähigkeit an – kostenlos und für alle versicherbaren Berufsgruppen der Berufsunfähigkeitsversicherung. Vorher war dies nur eingeschränkt möglich.

VHV überarbeitet Cyber-Police

Cyber-Angriffe betreffen nicht nur große, sondern auch immer häufiger mittelständische und kleine Firmen. Die VHV geht mit dem Puls der Zeit und hat deshalb 28 Leistungen in ihrer „Cyberprotect“-Police angepasst.

Die Verbesserungen im Überblick:
  • Zweifachmaximierung der Versicherungssumme
  • Risiken aus dem Homeoffice sind gedeckt
  • Erhöhung der Nachhaftung und Rückwärtsdeckung von zwei auf fünf Jahre; gehackte Unternehmen, die bei Vertragsabschluss nichts davon wussten, haben Deckungsschutz
  • Einstiegsversicherungssumme ab 50.000 Euro für eine risikoadäquate Deckung auch für kleine Unternehmen
  • Die optionalen Bausteine sind ab sofort bis zur Versicherungssumme mitversichert
  • Forensische Untersuchungen zur Ermittlung der Schadenursache wird nicht auf die Versicherungssumme angerechnet
  • Vereinfachter Antrag: Nur noch sechs technische Risikofragen

Zusätzlich können Kunden individuelle Bausteine zu ihrem Versicherungspaket hinzubuchen. Schutz bei aktuellen Betrugsmaschen bietet beispielsweise der Baustein „Vertrauensschaden“. Wenn bei elektronischem Zahlungsverkehr die Kreditkartendaten der Kunden gestohlen werden, hilft zudem der Baustein „E-Payment“. Darüber hinaus können Betriebsunterbrechungen bei Cloud-Ausfall, Systemausfall oder bei technischen Problemen versichert werden.

SDV erweitert Leistungen im VSH-Tarif

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (VSH, Tarif: „Secure“) der Schutzvereinigung deutscher Vermittler von Versicherungen und anderen Finanzdienstleistungen (SDV) umfasst ab sofort automatisch weitere Leistungen.

Ganz neu in der Landschaft der VSH-Tarife: Vermittler, die nach den Normen „DIN-77230“ oder „DIN-77232“ beraten, erhalten nun 10 Prozent Rabatt auf ihren Tarif. Wer die Zertifizierung für das Norm-konforme Arbeiten schon besitzt oder sich zertifizieren lässt, spart sofort. Darüber hinaus gibt es künftig keinen Selbstbehalt im Tarif „Secure“ mehr. Bis jetzt lag dieser für einige Berufsgruppen bei 500 Euro. Eine weitere Neuerung: Ansprüche aus Bestandsübernahmen oder einem kompletten Unternehmenskauf sind jetzt bis 250.000 Euro mitversichert.

Außerdem sind ab sofort folgende weitere Tätigkeiten mitversichert:
  • Gutachtertätigkeiten
  • die Vermittlung von Strom- und Gastarifen
  • die Öffentlichkeitsarbeit nach Reputationsschäden
  • die Verletzung von Urheberrechten
  • Vertrauensschäden durch Mitarbeiter

Zusätzlich gibt es nun auch den Tarif „Secure Plus“. Dieser beinhaltet noch höhere Versicherungssummen, höhere Entschädigungsgrenzen und weitere besondere Extras.

Canada Life verbessert Schutz bei schweren Krankheiten

Die Canada Life hat den Leistungsumfang der Schwere-Krankheiten-Vorsorge erweitert. Der neue Tarif deckt nun 9 Krankheiten mehr ab – damit gibt es ab sofort 55 versicherte Krankheiten. Neu sind zum Beispiel gutartige Rückenmarkstumoren oder eine Operation am offenen Herzen. Darüber hinaus steht Kunden auf Wunsch ein erweiterter Krankheitenkatalog offen: Er enthält weitere 25 Erkrankungen, die man mit bis zu 25.000 Euro absichern kann – darunter Diabetes Typ I oder Schwerer Morbus Crohn.

Neu ist auch eine „Multi-Pay-Option“: Mit dieser Zusatzoption können Kunden den Vertrag nach einem ersten Versicherungsfall mit der Hälfte der bisherigen Versicherungssumme weiterführen.

Ab sofort können Kunden die Versicherung zudem auch per Einmalzahlung abschließen. Gegen laufenden Beitrag ist der Schutz nun schon ab 10 Euro monatlich zu haben. In der erneuerten Schwere-Krankheiten-Vorsorge ist der monatliche Beitrag außerdem garantiert und bleibt damit während der gesamten Vertragslaufzeit gleich.

Und: Wer seinen Schutz zusätzlich erweitern will, hat hierfür nun noch mehr Möglichkeiten: So können Versicherte während der Vertragslaufzeit die Dynamik hinzuwählen und flexibel in Ein-Prozent-Stufen bis 10 Prozent erhöhen. Das ist ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich. Wer keine Dynamik mehr möchte, kann ihr beliebig oft widersprechen.

Außerdem hat die Canada Life die Nachversicherungsgarantien erweitert: Ohne erneute Gesundheitsprüfung geht das nun auch bei Volljährigkeit, beim Abschluss einer beruflichen Qualifikation, beim Tod eines Ehepartners oder wenn die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung wegfällt. Neu ist außerdem, dass Versicherte bei solchen Lebensereignissen die Nachversicherungsgarantie beliebig oft nutzen können.

VPV mit verbesserten BU-Tarifen

Die VPV hat ihre BU-Tarife überarbeitet. Das Ergebnis: eine Erweiterung auf zwölf Berufsgruppen sowie weitere Kriterien wie beispielsweise das Raucherverhalten und den Familienstatus. Die Gesundheits- und Risikoprüfung erfolgt in erster Linie über ein automatisches Risikoprüfungstool, wobei der Abfragezeitraum bei ambulanten Operationen auf fünf Jahre verkürzt wurde. Dadurch erhalten VPV-Kunden bereits im Beratungsgespräch in mehr als 95 Prozent der Fälle Klarheit über eine Annahme ihres Versicherungsantrages.

Kunden haben außerdem die Möglichkeit, die Absicherung ihrer Arbeitskraft ab sofort mit vielen Leistungsbausteinen an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. Diese umfassen unter anderem eine garantierte Rentensteigerung, eine Sofortleistung zusätzlich zur Berufsunfähigkeitsrente sowie einen Leistungsbaustein bei Arbeitsunfähigkeit. Einen preislich besonders günstigen Zugang zu einer Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos bietet die neue Wahlmöglichkeit einer Karenzzeit von 12, 24 oder 36 Monaten.

Und: Sollte der Gesetzgeber das gesetzliche Renteneintrittsalter anheben, so besteht die Möglichkeit, den Versicherungsschutz entsprechend zu verlängern. Ebenso ist die schon für Kinder frühzeitige Absicherung des Berufsunfähigkeitsrisikos durch die Absenkung des Eintrittsalters auf zehn Jahre jetzt möglich.

Darüber hinaus können Kunden den Versicherungsschutz über die Nachversicherungsgarantie im Vertragsverlauf ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Neu ist außerdem die Berufswechseloption, bei der Versicherte einen günstigeren Preis zahlen, wenn sie im Vertragsverlauf einen risikoärmeren Beruf als zu Vertragsbeginn ausüben.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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