Produkte der Woche

Neues aus den Ideenschmieden der Versicherer

Die Zurich schafft die Berufsgruppen in der BU-Versicherung ab, Adam Riese erweitert die Hausratversicherung, der Maklerpool Wifo übernimmt Weiterbildungskosten für Partner, HDI erweitert den Kfz-Versicherungsschutz für zusätzliche Fahrer und VPV und DFV lassen eine Kombination ihrer BU- und Krankentagegeldversicherung zu.
© Pixabay
Die Zurich schafft die Berufsgruppen in der BU-Versicherung ab.

Zurich startet neue BU-Versicherung ohne Berufsgruppeneinteilung

Die Zurich Gruppe Deutschland löst sich vom üblichen Modell der Berufsgruppen in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Beim neuen Produkt Zurich Berufsunfähigkeits-Schutzbrief, das zum 1. August eingeführt wird, löst ein sogenanntes Scoring-Modell die Berufsgruppeneinteilung ab. Es orientiert sich bei Antragstellung weniger an der Berufsbezeichnung, sondern mehr an der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit im Berufsalltag.

Nach einer Grundeinstufung werden die Kriterien Tätigkeitsstatus, Anteil der Bürotätigkeit, Berufs-/Bildungsabschluss, Personalverantwortung, Rauchgewohnheiten sowie bei Ärzten eine eventuelle chirurgische Tätigkeit abgefragt. Jedes dieser Risikomerkmale ist in sich weiter unterteilt, so wird beispielsweise im Bereich Personalverantwortung weiter unterschieden nach der Zahl der geführten Mitarbeiter. Der Kunde beantwortet die Fragen und sammelt dadurch Scoring-Punkte. Diese führen bei Erreichen verschiedener Grenzen zu einer Verbesserung der Einstufung und damit zu „risikoadäquaten und kundenindividuellen“ Prämien.

„Ein gelernter Industriemechaniker kann beispielsweise in Abhängigkeit vom Grad und der Zahl von Weiterbildungsmaßnahmen im Laufe seines Lebens unterschiedliche Tätigkeiten ausüben“, sagt Jacques Wasserfall, Vorstand Leben der Zurich Gruppe Deutschland. „Der Zurich Berufsunfähigkeits-Schutzbrief berücksichtigt die tatsächliche Tätigkeit und den gegebenenfalls unterschiedlichen Anteil an körperlicher Tätigkeit. Das wirkt sich dann auch im Versicherungsbeitrag aus.“

Adam Riese erweitert Hausratversicherung

Adam Riese, die Digitalmarke der Wüstenrot-&-Württembergischen-hat ihren Hausrattarif um drei neue Zusatzbausteine erweitert: Fahrrad, Glas und Elementar. Der neue Fahrradbaustein ersetzt Kunden die Kosten für die Neubeschaffung eines Fahrrads, wenn dieses gestohlen wird – unabhängig davon, wo es sich zum Zeitpunkt des Diebstahls befand. Der Kunde kann hierbei selbst die Summe festlegen, die im Schadenfall gezahlt werden soll.

Der Glasbaustein deckt Schäden an festmontierten Elementen wie Glastüren, Ceranfeldern oder Glasfenstern ab, die traditionell nicht zum Hausrat gezählt werden. Die neue Elementarsicherung schützt Kunden zusätzlich zu Sturm und Hagel jetzt auch vor Überschwemmungen, Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch, Schneedruck und Lawinen.

Die Bausteine Glas und Elementar starten jeweils bei einem Mindestbeitrag von 6 Euro im Jahr. Der Fahrradschutz ist ab 4 Euro im Jahr zu haben, dann ist beispielsweise ein Fahrrad im Wert von 500 Euro bei Adam Riese abgesichert. Ein rund 1.000 Euro teures Rad lässt sich mit gut 7 Euro absichern.

Maklerpool Wifo übernimmt Weiterbildungskosten für Partner

Laut IDD müssen sich Versicherungsmakler mindestens 15 Stunden jährlich weiterbilden. Dazu kooperiert der Maklerpool Wifo nun mit dem Bildungsanbieter Going Public, der eine Online-Weiterbildung dazu anbietet, die 240 Euro plus Mehrwertsteuer pro Jahr kostet.

Wifo übernimmt die Lizenzkosten für aktive Verbundpartner, die somit die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und sich kostenfrei weiterbilden könnten. Die Weiterbildungszeit wird im Hintergrund automatisch erfasst und die Teilnehmer erhalten am Jahresende automatisch ihre Zertifikate über ihre Weiterbildung.

HDI erweitert Kfz-Versicherungsschutz für zusätzliche Fahrer

HDI hat einen neuen Service für Kfz-Kunden parat: Per Web-App lässt sich mit „HDI Fahrer+“ (bisher: „HDI Fahrerkreiserweiterung“) in Echtzeit der Versicherungsschutz um einen zusätzlichen Fahrer erweitern. Ab 2 Euro Prämie pro Tag lässt sich das Angebot nutzen. Möglich ist das für bis zu 27 Tage.

Der Zusatzschutz steht den Kunden jetzt in drei Linien zur Verfügung: Die Basis-Variante „Fahrer+“, daneben „Fahrer+ Extra“ und „Fahrer+ Top“. Die Linien unterscheiden sich dabei im Leistungsumfang: Die Basis-Variante bietet Versicherungsschutz wie im Versicherungsvertrag für das Fahrzeug vereinbart. Der zusätzliche Fahrer wird damit genauso gestellt, als wenn er auch im Vertrag benannt wäre.

Das Extra-Produkt umfasst zusätzlich einen Fahrer-Schutz und sichert damit einen Personenschaden ab, den der Fahrer bei einem selbstverschuldeten Unfall erleiden kann. Außerdem greift die Versicherung, wenn der geliehene Wagen aus Versehen falsch betankt wurde. Und die Top-Version übernimmt im Schadenfall neben den Leistungen aus „Fahrer+ Extra“ auch die vertraglich vereinbarte Kasko-Selbstbeteiligung bis maximal 500 Euro und entschädigt für eine Rückstufung des Schadenfreiheitsrabatts.

VPV und DFV kombinieren BU- und Krankentagegeldversicherung

Seit dem 1. Juli können Kunden der VPV die Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit der Krankentagegeldversicherung der Deutschen Familienversicherung (DFV) über einen Antrag abschließen.

Wer krankheitsbedingt oder nach einem Unfall länger als sechs Wochen ausfällt, erhält als gesetzlich Versicherter statt der vollen Lohnfortzahlung des Arbeitgebers höchstens für weitere 72 Wochen das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen. Das entspricht maximal 90 Prozent des Nettolohns abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge. Sollte der Ausfall noch länger andauern und eine Berufsunfähigkeit festgestellt werden, steigt die finanzielle Belastung weiter an. Da kann sich schnell eine große Absicherungslücke auftun.

Mit der Produktkombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung der VPV und Krankentagegeldversicherung der DFV lässt sich diese Lücke schließen. „Dabei muss der Kunde nur eine Gesundheitsprüfung durchlaufen“, sagt Lars Georg Volkmann, Vertriebsvorstand der VPV.

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