Laut Umfrage

80 Prozent der Deutschen haben keine Arbeitskraftabsicherung

Statistisch gesehen wird jede vierte Person im Laufe ihres Lebens zumindest vorübergehend einmal berufsunfähig. Trotzdem haben über 80 Prozent der Deutschen ihre Arbeitskraft nicht abgesichert, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Viele Menschen unterschätzen offenbar ihr persönliches Risiko. Mehr zu den Hintergründen lesen Sie hier.
© picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz haben zugenommen.

Ob durch einen Unfall, eine schwere Verletzung oder eine plötzliche Erkrankung – laut Statistik wird jeder Vierte im Laufe seines Lebens mindestens einmal berufsunfähig. Wer dann ohne Einkommen dasteht, dem droht der finanzielle Ruin. Ein großes Risiko, das viele Deutsche aber offenbar nicht ernst zu nehmen scheinen: Denn laut einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag des Versicherungsmaklers Clark sind nur 16 Prozent gegen Berufsunfähigkeit abgesichert.

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Relativ weit verbreitet ist demnach noch immer die Vorstellung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung sei nur für Berufe mit körperlicher Arbeit relevant. Immerhin 13 Prozent der Umfrageteilnehmer äußerten diese Ansicht. Laut Clark ein gefährlicher Trugschluss, gehörten mittlerweile doch psychische Erkrankungen zu den häufigsten Gründen, seinem Beruf nicht mehr nachgehen zu können. Und gerade während der Corona-Krise hätten seelische Belastungen am Arbeitsplatz noch weiter zugenommen.

„Unabhängig davon, ob man aufgrund von Überarbeitung ein Burn-out entwickelt oder sich beispielsweise eine einschränkende Verletzung wie ein gebrochenes Bein zuzieht, ist es empfehlenswert für den Arbeitsausfall finanziell abgesichert zu sein. Denn als berufsunfähig gilt man bereits dann, wenn man mindestens sechs Monate den aktuellen Job nur zu 50 Prozent ausführen kann“, schreiben die Studienautoren.

Keine Geldsorgen im Krankheitsfall

Und aus welchen Beweggründen entscheiden sich Menschen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Auch dieser Frage ging die Clark-Untersuchung nach. Dabei stimmten 68 Prozent der Versicherten der Einschätzung zu, dass es zu viele Risiken gebe, die ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen könnten. 55 Prozent äußerten die Ansicht, dass sie sich im Krankheitsfall nicht auch noch zusätzlich mit Geldsorgen plagen wollten. Und über die Hälfte (52 Prozent) der Befragten war sich einig: Die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden, ist unabhängig von der Art des Berufs.

Autor

Achim

Nixdorf

Achim Nixdorf war von April 2019 bis Mai 2024 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

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