Betriebliche Altersversorgung

Personaler empfinden die bAV noch als zu bürokratisch

In den meisten mittelständischen Unternehmen wird eine betriebliche Altersversorgung (bAV) für die Mitarbeiter angeboten. Die Nachfrage danach seitens der Mitarbeiter steigt – viele Personalverantwortliche empfinden die bAV aber noch als zu komplex, zeigt eine aktuelle Umfrage.
© picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke
In den meisten mittelständischen Unternehmen ist die betriebliche Altersversorgung als Angebot verfügbar.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) gehört für 97 Prozent der mittelständischen Unternehmen zum Standardangebot an die Mitarbeiter. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Umfrage unter Personalverantwortliche des Beratungsunternehmens Pension Capital aus Bremen.  

Demnach sehen die Personalverantwortlichen das Angebot zur bAV zwar als absolut notwendig an, und stellen auch eine steigende Nachfrage fest, doch sie wünschen sich noch eine höhere Wahrnehmung dieser Angebote als Arbeitgeberleistung. Zudem nehmen viele Personaler den steigenden Verwaltungsaufwand als Mangel wahr: Die vollständige Digitalisierung der Dienstleistungskette sei vielfach noch nicht gegeben, obwohl sie bereits möglich sei.

Firmenfahrräder sind aktuell besonders beliebt

Firmenwagen zählen der Umfrage zufolge mit 82 Prozent und Firmenhandy beziehungsweise -tablet mit 75 Prozent zu den zweit- und dritthäufigsten Angeboten der Unternehmen an ihre Belegschaft. Desweiteren finden zwei von drei Entscheidern kostenlose Snacks und Getränke wichtig. Sachbezüge, Firmenfitness-Angebote (jeweils 44 Prozent) und Firmenfahrräder (33 Prozent) sind aktuell ebenfalls besonders beliebt. Die betriebliche Krankenversicherung dagegen ist mit knapp 8 Prozent noch relativ unbekannt.

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Quelle: Pension Capital

Die oft als „44-Euro-Regelung“ bekannten steuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezüge nutzt der Mittelstand ebenfalls häufig. Ab dem kommenden Jahr 2022 hebt der Gesetzgeber diese Grenze auf 50 Euro an, so der Hinweis von Pension Capital. Das Bremer Beratungsunternehmen begrüßt diese Entscheidung, kann sie doch als deutliches Signal interpretiert werden, dass die Politik diese Steuervereinfachung beibehalten möchte.

Überraschend finden die Analysten von Pension Capital, dass es bei vergleichbaren Unternehmen in Stadt und Land keinen nennenswerten Unterschied bei der Nutzung der diversen betrieblichen Benefits gebe. Das betreffe Firmenfitness ebenso wie Tankgutscheine, Nutzung von Firmenwagen und -fahrrädern.  

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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