Wie hat sich das Corona-Jahr 2020 auf die Psyche der Menschen ausgewirkt? Um das herauszufinden, hat die Debeka ihren Bestand an mehr als 2,4 Millionen privat Krankenversicherten unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Zahl der eingereichten Rechnungen für Psycho- und Verhaltenstherapien legte im vergangenen Jahr um 1,7 Prozent zu. Nach einem anfänglichen Rückgang stieg der Rechnungseingang besonders im zweiten Halbjahr kräftig an.
Laut der Analyse war das Aufkommen der Belege ab Februar 2020 zunächst gesunken – und zwar im einstelligen Prozentbereich. In der Phase des ersten Lockdowns bis in den Mai hinein sogar noch deutlicher. Ab Juni kehrte sich der Trend dann aber um: Bis Dezember sei die Zahl der Behandlungen deutlich gestiegen, im Herbst sogar in den zweistelligen Prozentbereich, teilt der Versicherer mit. So habe das Rechnungsaufkommen für Psychotherapien im Oktober um fast 12 Prozent über dem Vorjahresmonat gelegen, im November sogar um 26,7 Prozent.
„Die Corona-Krise stellt die Menschen vor große Herausforderungen, denn unser Leben wird in weiten Teilen auf den Kopf gestellt“, sagt Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka Versicherungen. „Viele sagen, dass es ihnen zunehmend schwerfällt, damit umzugehen. Die Auswirkungen der Pandemie zeigen sich dementsprechend auch bei den eingereichten Rechnungen für psychotherapeutische Behandlungen.“
In ihrer Analyse verglich die Debeka jeweils die Rechnungseingänge der einzelnen Monate 2020 mit denen der entsprechenden Vorjahresmonate. „Selbst wenn sich die Auswirkungen erst mit leichten Verzögerungen erfassen lassen, so ergibt sich doch ein klares Bild“, sagt Brahm. „Während in der Phase des ersten Lockdowns ein deutlicher Rückgang bei den Behandlungen zu verzeichnen war, sehen wir in den letzten Monaten des Jahres 2020 einen sehr starken Anstieg.“
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