Allianz-Vorstand zu Fitness-Trackern

„Super für mich persönlich, aber nicht als Versicherungsmanager“

Eine Versicherung, die Bonusprogramme anbietet, wenn Kunden mit Fitness-Armbändern rumlaufen und gesund leben? Allianz-Vorstand Daniel Bahr hält von dieser Idee überhaupt nichts und will das in seinem Unternehmen auch nicht anbieten. Stattdessen setzt die Allianz auf die Unterstützung von Profisportlern.
© dpa/picture alliance
Hält nichts von Fitness-Armbändern: der Allianz-Vorstand und frühere Gesundheitsminister Daniel Bahr.

Wer gesund lebt und Daten sammelt, die das nachweisen, der wird von seiner Versicherung mit Boni belohnt. Dieses Angebot vereinzelter Versicherer findet der Vorstand der privaten Krankenversicherung Allianz und frühere Gesundheitsminister Daniel Bahr nicht gut, wie er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte.

„Eine Krankenversicherung darf den Tarif nicht vom persönlichen Verhalten abhängig machen. Das ist in Deutschland nicht erlaubt, und auch nicht richtig“, so Bahr. „Wir werden so etwas nicht tun.“

Er finde Fitnessbänder „super, für mich persönlich als Marathonläufer, aber nicht als Versicherungsmanager.“

Stattdessen setzt die Allianz auf andere Motivation. Der Versicherer hat den Triathlon-Star Jan Frodeno verpflichtet. „Er ist unser Gesicht für das Thema Fitness“, sagte Bahr. Bald soll es Internetauftritte des Sportlers geben, in denen er sich zu Ernährung und Bewegung äußert.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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