Unzureichende Rücklagen

Ökonomen fordern Reform der Beamtenpensionen

Die Pensionen von Beamten kosten den Staat jedes Jahr eine Menge Geld. Allein für den Bund lagen die zu erwartenden Kosten für Pensionen und Beihilfen Ende 2016 bei 647 Milliarden Euro. Das Problem: Die Rücklagen reichen nicht. Ökonomen fordern nun eine Reform.
© dpa/picture alliance
Fordert eine Reform der Beamtenpensionen: Rentenexperte Bernd Raffelhüschen.

„Wesentlicher Grund für die enormen Kosten ist die Besserstellung der Pensionäre gegenüber den Rentnern hinsichtlich ihrer Altersversorgung“, heißt es in einer rentenpolitischen Analyse des Verbands der Jungen Unternehmer, die der Welt vorliegt.

Wer sich verbeamten lässt und 40 Jahre arbeitet, bekommt fast 72 Prozent des letzten Bruttoeinkommens vor dem Ruhestand. In der gesetzlichen Rentenversicherung sind es 48 Prozent des Durchschnittseinkommens bei 45 gearbeiteten Jahren.

„Um künftig die Kosten zu begrenzen, muss das Pensionsniveau ähnlich wie das Rentenniveau absinken“, fordern die Unternehmer.

Eine weitere Ungerechtigkeit sehen die Ökonomen in den Ansprüchen der Beamten, die schon nach fünf Jahren bestehen. Denn dann können sie sich auf eine Pension von 1.160 Euro im Monat verlassen. Für normale Arbeitnehmer ist ein solcher Wert aus nach so kurzer Zeit undenkbar.

Rentenexperte Bernd Raffelhüschen hält es für den wichtigsten Reformschritt, dass der Nachhaltigkeitsfaktor auf Pensionen übertragen wird. Dieser Faktor koppelt seit 2004 die jährliche Rentenanpassung an die Veränderungen im Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern, und werde gerade in Zukunft die Ausgaben eindämmen, so der Expterte.

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Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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