Lücken in den Krankenhäusern

Krankenkassen fordern Pflegekonzept von Union und SPD

Laut der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es in Deutschlands Krankenhäusern große Pflegelücken. Nun forderten die Kassen SPD und Union dazu auf, für dieses Problem ein Gesamtkonzept zu finden.
© dpa/picture alliance
Will eine Lösung für das Pflegeproblem in Kliniken: Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender vom GKV-Spitzenverband.

Die Krankenkassen wollen von Union und SPD ein Gesamtkonzept, das die Pflegelücken in den deutschen Krankenhäusern beseitigen soll. Sie warnten davor, dass eine neue große Koalition „immer mehr Geld mit der Gießkanne an alle Krankenhäuser“ ausschüttet, wie der Vize-Chef des Kassen-Spitzenverbands, Johann-Magnus von Stackelberg, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

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Der Hintergrund:

CDU und CSU wollen, dass die Kassen Lohnsteigerungen in den Krankenhäusern bezahlen. Von Stackelberg ist dagegen: „Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt den Krankenhäusern für ihre laufenden Kosten schon heute mehr, als für den kompletten Ausgleich der Tarifsteigerungen notwendig wäre.“

Mehr Geld für die Kliniken und Lohnerhöhungen würden in seinen Augen nicht das Pflegeproblem lösen. Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft sind derzeit bis zu 15.000 Pflegestellen in Kliniken nicht besetzt.

Autorin

Juliana Demski gehörte dem Pfeffi-Team seit 2016 an. Sie war Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Das Unternehmen hat sie im Januar 2024 verlassen.

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