Inflation und Niedrigzins

Deutsche Sparer verlieren Milliarden im ersten Quartal

Deutsche Anleger haben im ersten Quartal rund 7 Milliarden Euro verloren. Warum? Die Investitionen in schlecht verzinste Anlagen brachten von Januar bis März 2018 nur 0,2 Prozent Rendite. Die Inflation betrug 1,5 Prozent. Macht einen Realzins von minus 1,3 Prozent. Das zeigt der Realzins-Radar der Direktbank Comdirect.
© Comdirect Bank

7,1 Milliarden Euro haben deutsche Sparer in den ersten drei Monaten des Jahres bereits verloren – aufgrund schlecht verzinster Anlagen. Die durchschnittlichen Zinsen für Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen betrugen im ersten Quartal 0,2 Prozent. Gleichzeitig lag die Inflationsrate in den ersten drei Monaten des Jahres bei 1,5 Prozent. Das führt zu einem Realzins von minus 1,3 Prozent.

Zu dieser Aussage gelangt der Realzins-Radar von Comdirect und Barkow Consulting. Demnach hat jeder Bundesbürger von Januar bis März bereits 86 Euro verloren. Auf das Jahr hochgerechnet bedeute das einen Verlust in Höhe von 28,4 Milliarden Euro.

„Die Deutschen gehören zu den eifrigsten Sparern weltweit, und trotzdem verlieren sie Jahr für Jahr viele Milliarden Euro – das ist paradox“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der Direktbank. Seit 2010 habe jeder Deutsche 999 Euro durch Sparzinsen unterhalb der Inflationsrate verloren.

Das Volumen in festverzinsliche Geldeinlagen sei dennoch weiter gestiegen, auf aktuell rund 2,2 Billionen Euro. In den vergangenen zwölf Monaten seien 79 Milliarden Euro in Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen geflossen. Das entspräche einem Plus von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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