Zwischenbilanz der Munich Re

Weltweit bisher wenige schwere Naturkatastrophen

Naturkatastrophen haben im ersten Halbjahr 2018 weniger Schäden angerichtet als im Jahr zuvor. Das geht aus der Halbjahresbilanz des Rückversicherers Munich Re hervor. Die Zahl der Ereignisse legte dagegen zu.
© dpa/picture alliance
Die Statue „Walking Man“ steht vor der Zentrale der Münchener Rückversicherungs AG Munich RE. Eine Zwischenbilanz für das erste Halbjahr 2018 zeigt, bislang gab es weniger schwere Naturkatastrophen.

Der Rückversicherer Munich Re hat im ersten Halbjahr 2018 Schäden durch Naturkatstrophen in Höhe von 33 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Das ist gerade mal die Hälfte des Vorjahreswerts und des preisbereinigten Durchschnitts der vergangenen 30 Jahre (65 Milliarden US-Dollar und 68,3 Milliarden US-Dollar).

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Jedoch registrierte die Munich Re 430 relevante Naturkatastrophen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Damit lag der Wert über dem langfristigen Durchschnitt von 250 und dem des Vorjahres von 340.

Zudem würden vor allem die Herbst- und Winterstürme noch die endgültige Schadensumme prägen. Im Jahr 2017 etwa führte die Hurrikan-Serie zu Gesamtschäden des Jahres in Höhe von 340 Milliarden US-Dollar.

Winterschäden durch Stürme und Kältewellen

Bereits in diesem Jahr seien vor allem Winterschäden mit Stürmen und Kältewellen in Europa und Nordamerika maßgeblich für die Schäden verantwortlich. Wintersturm Friederike, der Mitte Januar mit Windgeschwindigkeiten bis zu 150 Stundenkilometern im Flachland und 200 Stundenkilometern in den Bergen über Großbritannien, Nordfrankreich, die Beneluxländer und Deutschland hinweg zog, beschädigte tausende Gebäude und Autos.

In Deutschland beispielweise wurde der Zugfernverkehr eingestellt. Umgestürzte Bäume hatten vielerorts die Oberleitungen umgerissen. Der Gesamtschaden betrug 2,2 Milliarden Euro. Davon waren wegen der hohen Versicherungsdichte in Europa gegen Sturmschäden 1,7 Milliarden Euro versichert. Etwa zwei Drittel der Schäden entfielen auf Deutschland.

Im Mai und Anfang Juni sorgte Starkregen für Überflutungen. Der Gesamtschaden durch diese Unwetter belief sich auf rund 1,6 Milliarden Euro, auf die Versicherer entfielen gut 900 Millionen Euro davon. Anderenorts sorgten sehr hohe Temperaturen und starke Trockenheit für eine schlechte Getreideernte. Es werden Einbußen bis hin zu Totalausfällen befürchtet. Die Schadensummen lassen sich allerdings erst nach Abschluss der Ernte bestimmen.

Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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