Kolumne

Wie Bewerber und Arbeitgeber Xing als Stellenmarkt nutzen

Spätestens, wenn sich jemand um einen neuen Job bemüht, findet man ihn auf Xing, so hört man oft. Xing ist eben mehr als eine sich selbst aktualisierende Visitenkartensammlung, neben Kunden- und Kontaktgewinnung ist die Plattform auch ein Stellenmarkt. Wie man diesen am besten nutzt, erklärt Social-Media-Experte Martin Müller in seiner aktuellen Kolumne.
© Martin Müller
Martin Müller ist auf die Vertriebsunterstützung von Finanz- und Versicherungsunternehmen spezialisiert.

Jedes Xing-Mitglied kann im Profil schreiben, dass eine neue Herausforderung gesucht wird und dort die eigenen Fähigkeiten deutlich machen. Wichtig ist zu wissen, dass dies dann jeder sehen kann, auch die Chefs, die Kunden und Kollegen. Daher ist der Tipp, seine aktive Jobsuche in Xing erst dann mit Profileinträgen unter „biete“ und „suche“ öffentlich zu zeigen, wenn dies auch offen kommuniziert werden soll. Mehr als 60 Prozent der Xing-Nutzer sind aktuell auf Jobsuche oder offen für Angebote.

Der bessere Weg der Jobsuche über Xing ist dieser: In den Profilen gibt es die spezielle Einstellung „Karrierewünsche“. Hier kann man unterscheiden zwischen „Ich bin nicht an Angeboten interessiert“, „Ich bin zwar nicht auf Jobsuche, aber offen für Angebote“ und „Ich bin derzeit auf Jobsuche“.

Hier kann man angeben, wer Wunscharbeitgeber ist, die Gehaltsvorstellung oder auch, ob man bereit ist, umzuziehen. Diese Infos können dann sichtbar geschaltet werden nur für die Inhaber des Xing-Talentmanagers, also in erster Linie Headhunter und Personalverantwortliche, oder auch nur für die eigenen Kontakte oder eben sichtbar für alle Xing-Mitglieder.

Jobangebote passend zu den Schlagworten des eigenen Profils

Das ist der erste Schritt, dass man im Profil anzeigt, wenn man auf der Jobsuche ist und sich so den potenziellen neuen Arbeitgebern sichtbar macht. Weiterhin gibt es noch die kostenpflichtige Mitgliedschaft „Projobs“ die ich gern im persönlichen Gespräch erkläre, denn hier stehen dem Mitglied noch weitaus mehr Funktionalitäten zur Jobsuche zur Verfügung. Gern können Sie sich das auf meinem Profil rechts unter meinem Hintergrundbild ja mal anschauen: https://www.xing.com/profile/Martin_Mueller/portfolio

Wer auf Jobsuche ist, kann sich auf Xing auch die Unternehmensprofile anschauen und deren Neuigkeiten abonnieren. Hier werden unter anderem auch offene Stellen gezeigt. Auch gibt es rechts auf der Startseite unter „Vielleicht auch interessant …“ passende Jobangebote. Passend sind sie dann, wenn die Keywords auf Ihrem Profil und die Keywords der Jobanzeige passen, denn sie werden vom Xing Algorithmus „gematcht“.

Zur aktiven Stellensuche eignet sich der Xing-Stellenmarkt. Dort kann man explizit eingeben, was man sucht; die aktuellen Anzeigen erscheinen dann übersichtlich. Auch werden hier ganz deutlich die laut Algorithmus passenden Stellen angezeigt. Die Xing-Nutzer werden optional per E-Mail auch regelmäßig erinnert, wenn neue Stellen angeboten werden, die zur Suche passen. Dazu muss lediglich ein Suchauftrag angelegt werden. In der Xing-Jobbox können auch aktuelle Stellenanzeigen gespeichert werden. Dieser Bereich wird ständig weiter entwickelt.

Für Arbeitgeber bestehen ebenfalls viele Möglichkeiten. Sie können eine oder mehrere Stellenanazeigen einstellen und mit dem Xing-Job-Manager diese Anzeigen übersichtlich auch im Team bearbeiten und analysieren. Sie können sehen, wie viele Personen die Anzeige besucht, diese als Favorit gespeichert oder auch Interesse bekundet haben. Die Anzeigen werden pro Monat abgerechnet, bis vor kurzem gab es auch die Bezahlmethode „pay per click“.

Direktansprache erfolgreichste Möglichkeit

Besonders für Headhunter wurde der Talentmanager entwickelt, mit dem man nicht nur 1.000 Nichtkontakte pro Monat anschreiben, sondern diese auch vorab nach vielfältigen Kriterien selektieren kann. Bereits 18 der Top-30-Dax-Unternehmen rekrutieren mit dem Xing-Talentmanager. Für kleinere Unternehmen ist das gut vierstellige Jahreshonorar für die Nutzung aber nicht immer rentabel.

Trotzdem bleibt die Direktansprache meiner Meinung nach die erfolgreichste Möglichkeit, neue Mitarbeiter auf Xing zu finden. In anderen Jobportalen melden sich die Kandidaten erst dann an, wenn Sie konkret einen neuen Job suchen. Bei Xing erreicht man auch die latent Wechselwilligen, die selbst noch gar nicht mit der Jobsuche begonnen haben.

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