Vor allem die Zahnarztpraxen auf dem Land seien nicht mehr verkäuflich, äußerte sich Wolfgang Eßer, Chef der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), gegenüber dem Handelsblatt. Insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern gebe es besonders viele Zahnärzte über 50 Jahre. Bundesweit mache diese Altersgruppe rund 50 Prozent aus.
Nachwuchs gebe es zwar, doch diese Zahnärzte bevorzugten die Tätigkeit in der Stadt, so Eßer. Dafür macht der KZBV-Chef Finanzinvestoren auf dem deutschen Markt verantwortlich. Sie würden mit ihren Großpraxen in Ballungsgebieten den Nachwuchs aus der Fläche abwerben.
Den Angaben der KZBV zufolge gibt es jetzt rund 550 dieser sogenannten Zahnmedizinischen Versorgungszentren. Vor drei Jahren waren es 30. Rund 79 Prozent dieser Großpraxen befanden sich Ende März 2018 in städtischen Gebieten. In den ostdeutschen Bundesländern gebe es kaum Gründungen dieser Praxen.
Thomas Bäumer, Deutschland-Chef von Colosseum Dental – einem dieser Großinvestoren – sieht das allerdings anders: „Gerade in ländlichen Gebieten können Zahnarztketten die Versorgung sicherstellen, weil sie Praxen übernehmen, für die es sonst vielleicht keine Nachfolger geben würde.“
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