Bundeskanzlerin Merkel rüffelt SPD

„Keine Unsicherheit bei der Rente schüren“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die SPD dazu aufgefordert, im aktuellen Streit um das Festschreiben des Rentenniveaus bis 2040, keine Unsicherheit zu schüren. Der Rente gehe es gut, sagte die Kanzlerin im ARD-Sommerinterview. Langfristigere Aussagen möchte sie erst treffen, wenn alle Daten und Fakten von der Rentenkommission zusammengetragen und bewertet wurden.
© dpa/picture alliance
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht sich im Interview mit der ARD für eine Zurückhaltung mit täglich neue Aussagen zur Rente aus. Die Ergebnisse der Rentenkommission sollen erst abgewartet werden.

Das Rentenniveau auf einem festen Niveau von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 zu belassen, haben die Regierungsparteien längst beschlossen. Von einer Ausweitung bis zum Jahr 2040 zu sprechen, wie es die SPD kürzlich forderte, ist aus Sicht von Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzender, Angela Merkel, nicht der richtige Weg. Im Interview mit der ARD wies sie am Sonntag darauf hin, dass für eine valide Aussage über die Zukunft der Rente, erst die Vorschläge der neu eingesetzten Rentenkommission abgewartet werden sollen.

Daher würde es eher die Verunsicherung schärfen, wenn nun jeden Tag etwas anderes mitgeteilt würde. „Der Rente geht es gut“, so die Aussage der Bundeskanzlerin. Das liege an der guten Arbeitsmarktlage. „Die Renten steigen und das sollen sie auch weiterhin tun“, so Merkel weiter. Die Rentner sollen auch über das Jahr 2030 hinaus an dem Wohlstand teilhaben. Dennoch müsse man sich auch der Generationengerechtigkeit widmen. Die Jungen können nicht überlastet werden. Dafür müsse eine richtige Balance gefunden werden.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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