Studie der Bertelsmann Stiftung

Pflegebeitrag könnte bis 2045 auf 4,25 Prozent steigen

Wegen des demografischen Wandels wird der Anteil pflegebedürftiger Menschen hierzulande zulegen. Das wird die gesetzliche Pflegeversicherung belasten. Einer Berechnung der Bertelsmann Stiftung zufolge könnte der Beitrag bis 2045 von jetzt 3,05 auf 4,25 Prozent steigen.
© dpa/picture alliance
Eine Pflegerin betreut einen älteren Mann während des Frühstücks in einem Seniorenpflegeheim.

Gerade wurde Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Das soll die steigenden Kosten bis 2022 decken. Dieses kurzfristige Ziel wird die Politik mit diesem Schritt voraussichtlich auch erreichen, zeigt eine Berechnung der Bertelsmann Stiftung.

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Aber was passiert dann? Laut der Prognose werden die Ausgaben für die Pflege ab 2025 wegen des demografischen Wandels weiter wachsen, ohne dass sich die Einnahmen entsprechend entwickeln. Ändere sich rechtlich nichts an der Finanzierung der Pflege, müsste der Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung bis zum Jahr 2045 von derzeit 3,05 auf 4,25 Prozent klettern, heißt es von der Bertelsmann Stiftung. Das wären für ein heutiges Durchschnittseinkommen fast 550 Euro mehr im Jahr.

Mehr Generationengerechtigkeit könne man letztlich nur durch Maßnahmen erreichen, welche die zukünftigen Beitragsanstiege in die Gegenwart verlagerten und bereits die heutigen Generationen stärker zur Finanzierung der zukünftigen Pflegeausgaben heranzögen, so die Studienautoren weiter.

Private Vorsorge tut Not

An dieser Stelle meldet sich auch der PKV-Verband zu Wort. „Eine solche generationengerechte Lösung muss nicht neu erfunden werden, es gibt sie bereits – nämlich in der Privaten Pflegeversicherung“, sagt Volker Leienbach, Direktor des Verbands. „Alle privat Pflegeversicherten bilden für ihre künftigen Pflegekosten eine nachhaltige Kapitalvorsorge, die sich in den vergangenen zehn Jahren von 17 Milliarden auf über 34 Milliarden Euro mehr als verdoppelt hat.“

Je mehr Menschen und Leistungen kapitalgedeckt abgesichert würden, desto besser sei es für die Zukunft des Gesundheitswesens und für die Gerechtigkeit zwischen den Generationen, so Leienbach weiter.

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