Hauskauf

Geld aus der Lebensversicherung kann Eigenkapital aufstocken

Damit der Traum von den eigenen vier Wänden in diesen Zeiten der niedrigen Darlehenszinsen wahr wird, ziehen potenzielle Käufer auch die Kündigung der eigenen Lebensversicherung in Erwägung, um das Eigenkapital aufzustocken. Aber dazu gibt es Alternativen.
© dpa/picture alliance
Mehrere Neubauten stehen am Grasbrookhafen vor der Elbphilharmonie: Insbesondere in Städten werden viele Wohnungen in Mehrfamilienhäusern gebaut.

Der Bauboom insbesondere von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern in den Städten geht weiter. Wie das Statistische Bundesamt für den Zeitraum Januar bis November 2018 meldet, hat die Zahl der Baugenehmigungen für diese Gruppe der Immobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut zugenommen, um 4,5 Prozent.

Die Kauf- und Baupreise sind zwar in den vergangenen Jahren sehr gestiegen, doch der Wunsch nach den eigenen vier Wänden scheint ungebrochen. Die Darlehenszinsen sind derzeit immer noch relativ niedrig, doch die Banken bestehen auf einen gewissen Anteil Eigenmittel zur Finanzierung des Immobilienerwerbs. 20 bis 30 Prozent sollen es schon sein. Und die Erwerbsnebenkosten, wie Grunderwerbssteuer, Notar oder auch Maklergebühr, sollen ebenfalls selbst übernommen werden. Dieser Posten liegt bei weiteren 5 bis 15 Prozent.

Um das zu stemmen, ziehen Interessenten auch eine Kündigung ihrer Lebensversicherung in Betracht, berchtet das Zweitmarktunternehmen Winninger unter Berufung auf eine Infas-quo-Umfrage unter Lebensversicherten. 16 Prozent der Befragten sind demnach bereit, ihren Lebensversicherungsvertrag vorzeitig zu Geld zu machen.

„Wer sein Eigenkapital mit der Lebensversicherung aufstocken will, sollte den Vertrag aber auf jeden Fall verkaufen und nicht kündigen“, rät Marcus Simon, Vorstandsmitglied bei Winninger. „Beim Verkauf gibt es immer mehr Geld als bei der Kündigung und ein Teil des Todesfallschutzes bleibt auch erhalten. Letzterer ist gerade für den Immobilienkäufer wichtig, weil er während der Finanzierungslaufzeit eine Absicherung für die Angehörigen bietet.“ Die Abtretung der Police an die Hypothekenbank oder ein Policendarlehen des Versicherers seien weitere Alternativen.

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Autorin

Manila Klafack war bis März 2024 Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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