Die nächste Bundestagswahl findet voraussichtlich im Herbst 2021 statt – der SPD bleiben also noch gut zweieinhalb Jahre Zeit, um aus ihrem Umfragetief herauszukommen. Doch bei einer ganz bestimmten Wählerklientel dürfte für die Sozialdemokraten auf absehbare Zeit nicht viel zu holen sein – für Versicherungsvermittler scheint die SPD ein rotes Tuch sein.
Lediglich 3 Prozent würden der Nahles-Partei ihre Stimme geben, wie die Sonntagsfrage im Rahmen des 11. AfW-Vermittlerbarometers zeigt, die Pfefferminzia vorliegt. Damit hätte die SPD ihren Umfragewert aus dem vorherigen Vermittlerbarometer von Herbst 2017 – damals waren es 7 Prozent – mehr als halbiert (siehe erste und zweite Grafik).
Auch Groko-Partner CDU/CSU hat zuletzt nicht nur in der Gesamtbevölkerung an Zuspruch eingebüßt, sondern auch in der Vermittlerschaft – und zwar kräftig. Von 33 Prozent in 2017 sackte die Union bei der aktuellen Sonntagsfrage auf 19 Prozent ab. CDU/CSU verloren damit ihre Spitzenposition, die sie sich zusammen mit der FDP teilten. Die Liberalen konnten ihr Ergebnis von 33 Prozent auf 38 Prozent ausbauen und sind damit unangefochten stärkste Kraft.
Grüne können Ergebnis mehr als verdreifachen
Bündnis 90/Die Grünen schafften eine Überraschung: Sie konnten ihren Höhenflug in der Gunst der Bevölkerung offenbar auch auf die sonst eher nicht als besonders grünenfreundlich geltende Vermittlerschaft übertragen. Die Partei konnte ihren Stimmenanteil mehr als verdreifachen und verdrängte mit einem Ergebnis von 15 Prozent (plus 11 Prozentpunkte) die AfD von Platz 3. Letztere erreichte 14 Prozent (plus 1 Prozentpunkt).
Auf den weiteren Plätzen folgt die Linke, die mit 5 Prozent (minus 1 Prozentpunkt), anders als die SPD, den Einzug in den Bundestag schaffen würde. Die restlichen 6 Prozent verteilen sich auf andere Parteien (plus 2 Prozentpunkte).
Auf der nächsten Seite erfahren Sie mehr zu den Eckdaten der Umfrage und wie der AfW das Ergebnis einschätzt.

„Unabhängig von diesen Zahlen sind wir mit allen demokratischen Parteien, die zudem auch bereit sind, Regierungsverantwortung zu übernehmen, im Gespräch“, kommentierte AfW-Vorstand Norman Wirth die Ergebnisse der Wahlumfrage gegenüber Pfefferminzia. „Die Gemeinsamkeiten mit den Linken oder Grünen hinsichtlich der Fragen unserer Mitglieder sind eher überschaubar. Das ist für uns aber eher Ansporn, unsere Argumente noch überzeugender in den offenen Diskurs zu tragen.“
Die laut AfW-Angaben insgesamt 1.340 Teilnehmer, darunter zu mehr als 80 Prozent 34d-Vermittler (1.156), konnten sich in der Zeit vom 22. Oktober bis zum 3. Dezember 2018 an der Sonntagsfrage beteiligen. Dabei betont der Verband, dass nur ein gutes Drittel der Abstimmenden dem AfW angehörten (34 Prozent). Die Umfrage habe somit eine verbandsübergreifende Aussagekraft.

Eine Plattform, die liefert: aktuelle Informationen, praktische Services und einen einzigartigen Content-Creator für Ihre Kundenkommunikation. Alles, was Ihren Vertriebsalltag leichter macht. Mit nur einem Login.